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Machen, was wirklich zählt

Alexander Zeihe

Alexander Zeihe

Was bedeutet Erfolg? Wie und für wen ist er erreichbar - und vor allem: Was brauche ich dafür?

Diese Fragen diskutierte der Berliner Start-Up Gründer Alexander Zeihe mit Studierenden der Bachelor-Programme International Marketing und Digital Enterprise Management im Rahmen ihrer Vorlesung "Foundations of Business Administration", als es um das Thema Unternehmensgründung ging.

KONTOR Advisory Partners heißt das Unternehmen, das Zeihe zusammen mit anderen erfahrenen Netzwerkpartner aktuell entwickelt. „Im Kern ist es unser Ziel, nachhaltiges Wirtschaften in die Tat umzusetzen. CO2-Abbau durch Wiederaufforstung, Entwicklung alternativer Energieträger, aber auch Wiederherstellung von Flora und Fauna sind beispielhafte Projektthemen. Unsere Rolle besteht darin, Menschen, denen das Thema wichtig ist, zusammenzubringen und sie dann bei der Umsetzung unmittelbar zu begleiten.“

Obwohl die Berliner Start-up Gründer als Neulinge in dem Markt für Grüne Technologie antreten, sind ihre Werte durchaus traditionell: Gegenseitige Wertschätzung, Respekt im Umgang, Bewahren der Schöpfung. „Wir sind ein vielseitiges Team: Wir haben erfahrene Unternehmensberater, Kenner des Politischen Betriebs, aber auch Medienfachleute in unserer Runde. Was uns eint, ist unser Verständnis und der Blick auf die Herausforderungen an die Welt in der wir, aber auch unsere Kinder leben. Und gerade deshalb ist es unser Credo, die Welt in einem besseren Zustand hinterlassen wollen, als wir sie vorgefunden haben. Ich glaube der Begriff Verantwortungsgefühl für Natur- und Tierwelt beschreibt das am besten“, so Zeihe.

Der Entschluss, Unternehmer zu werden, entstand bei dem gebürtigen Braunschweiger im Verlauf seines Berufslebens – und der Weg bis zur Gründung war lang: Zuvor war Zeihe Marineoffizier, Adjutant des Bundespräsidenten, Hauptstadt- und Verbandsbevollmächtigter eines Versicherungskonzerns sowie zuletzt Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes für Waldeigentümer (AGWD). Verteidigung, Politikbetrieb, Lobbyarbeit, Assekuranz. Ein breites Spektrum an Erfahrungen in verschiedentlichen Industrien und Aufgaben, von denen Zeihe jetzt profitiert.
"Normalerweise denken Menschen, dass Gründer junge IT-Cracks sind. Bei mir entstand der Wunsch zur Gründung aber weniger aus Uni-Fachkenntnissen heraus; sondern ich spürte nach über 20 Jahren Berufspraxis einfach den Drang, etwas nachhaltig-sinnvolles zu tun", so Zeihe im Gespräch.

Die Gründer-Biographie des Naturliebhabers liegt damit in einem Trend, den David Epstein in seinem aktuellen Buch „Range: How Generalists Triumph in a Specialized World“ beschreibt. Der Schlüssel für Erfolg, so der Autor des New York Times Bestsellers, liege eben nicht in einer frühen Festlegung und Spezialisierung auf ein Talent, so wie es der Autor Malcolm Gladwell („Outliers. The Story of Succes“) mit der berühmten „10.000-Stunden-Regel“ postulierte, sondern im Gegensatz, in der Existenz einer biographischen „sampling period“, in der man unterschiedliche Erfahrungen und Kenntnisse erwürbe, die in komplexen Entscheidungssituationen später vorteilhaft seien.

Das Praxisbeispiel des Start-up Gründers Alexander Zeihe zeigt, dass persönliche Lebenserfahrung und ein klarer, wie auch realistischer Blick auf das, was man erreichen kann und will, Unternehmertum und persönlichen Erfolg auch in der Mitte des Berufslebens attraktiv werden lässt.

Eine wirkliche Berufung, wie Hermann Hesse schreibt: "Der wahre Beruf des Menschen ist, zu sich selbst zu kommen".

Die Vorlesung „Foundations of Business Administration – Part II“ wurde begleitet von Professor Kai Alexander Saldsieder.