Maschinenbau als Hebel der Kreislaufwirtschaft: Neue Forschung im EU Circular Talk

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Welche Rolle spielt der Maschinen- und Anlagenbau in der Kreislaufwirtschaft? Dieser Frage widmet sich der EU Circular Talk „Machinery manufacturing in the circular economy – an unexplored ally in the circular transition?“ am 17. Juni 2026 von 14:00 bis 16:00 Uhr CEST. An der Online-Veranstaltung ist auch das Institute for Industrial Ecology — INEC der Hochschule Pforzheim beteiligt.

Der Maschinen- und Anlagenbau ist ein zentraler Bestandteil europäischer Wertschöpfungsketten. Zugleich rückt die Branche zunehmend in den Fokus, wenn es darum geht, industrielle Transformation, Ressourceneffizienz und Klimaschutz zusammenzudenken. Gerade aus Lebenszyklusperspektive stellt sich die Frage, welche Umweltwirkungen mit Maschinentechnologien verbunden sind und wie diese in Entscheidungen von Industrie und Politik berücksichtigt werden können.

Ein aktueller wissenschaftlicher Anknüpfungspunkt dazu liefert die neue Publikation „The Life Cycle Climate Impacts of Industry-Specific Machinery Technologies: A Meta-Analysis“ in Resources, Conservation & Recycling Advances mit Beteiligung des INEC:
https://doi.org/10.1016/j.rcradv.2026.200354

Die Publikation wertet bestehende Studien zu den Lebenszyklus-Klimawirkungen industriespezifischer Maschinentechnologien aus. Sie trägt damit zu einem besseren Verständnis der klimabezogenen Bedeutung von Maschinen und Anlagen über ihren Lebenszyklus hinweg bei. Diese Perspektive ist auch für die Diskussion um Circular Economy im Maschinenbau relevant, da zirkuläre Strategien wie längere Nutzung, Wiederverwendung oder Remanufacturing fundiert bewertet werden müssen.

Über das EU-Forschungsprojekt Circular Economy Modelling for Climate Change Mitigation —CIRCOMOD bringt das INEC aktuelle Forschungsperspektiven in den EU Circular Talk ein. Mit dabei sind Alejandro Arias Castillo und Prof. Dr. Tobias Viere, die Erkenntnisse aus dem Projekt, der neuen Publikation und der industriellen Praxis vorstellen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen unter anderem die Fragen, wie der Maschinenbau stärker zur Circular Economy beitragen kann, welche politischen Rahmenbedingungen dafür notwendig sind und wie wissenschaftliche Erkenntnisse in industrielle Praxis und politische Entscheidungsprozesse übertragen werden können. Die Veranstaltung verbindet Forschung, Industriebeispiele und politische Perspektiven, um Impulse für eine ressourceneffiziente und wettbewerbsfähige Industrie in Europa zu geben.

Die Veranstaltung richtet sich an Akteurinnen und Akteure aus Industrie, Politik und Wissenschaft und bietet eine Plattform für Austausch und neue Perspektiven auf die Rolle des Maschinenbaus in der Circular Economy.

Datum: 17. Juni 2026
Zeit: 14:00–16:00 Uhr CEST
Format: Online
Sprache: Englisch