Circular Economy in Heilbronn-Franken: Neue Potenzialstudie für die Automobil- und Zulieferindustrie
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Die Circular Economy gewinnt zunehmend an Bedeutung als strategischer Erfolgsfaktor für die Automobil- und Zulieferindustrie. Auch in der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken bietet sie erhebliche Potenziale. Im Rahmen des Projekts TRANSFORMOTIVE (von Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn GmbH (WFG) und Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH) wurde nun die Potenzialstudie „Circular Economy für die Automobil- und Zulieferindustrie“ veröffentlicht.
Ziel der Studie war es, zirkuläre Wertschöpfungsansätze systematisch zu identifizieren, deren Reifegrad zu bewerten und daraus strategisch nutzbare Handlungsoptionen für Unternehmen sowie regionale Akteure abzuleiten. Die Studie wurde von TIM Consulting in Zusammenarbeit mit Prof. Claus Lang-Koetz vom INEC erarbeitet. Ein besonderer Fokus lag auf der praxisnahen und wirtschaftlich sinnvollen Umsetzung von Circular-Economy-Ansätzen, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen.
Die Potenzialstudie versteht Circular Economy als wirtschaftlichen Ansatz zur effizienteren Ressourcennutzung, zur Reduzierung von Abhängigkeiten und zur Erschließung neuer Wertschöpfungspotenziale. Sie setzt damit gezielt an den aktuellen Herausforderungen der industriellen Transformation an, die unter anderem durch steigende Kosten, volatile Märkte und zunehmende regulatorische Anforderungen geprägt sind.
Methodisch basiert die Studie auf einem mehrstufigen, integrierten Forschungsdesign, das quantitative, qualitative und KI-gestützte Analyseansätze kombiniert. Zentrale Grundlage ist eine datengetriebene Analyse von rund 800 Unternehmen der regionalen Automobil- und Zulieferindustrie. Ergänzend wurden eine globale Trend- und Technologieanalyse auf Basis von mehr als 1.300 wissenschaftlichen Publikationen aus dem Zeitraum 2015 bis 2025 sowie qualitative Expertengespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Forschung durchgeführt.
Inhaltlich orientiert sich die Analyse an den etablierten R-Strategien der Circular Economy (von Refuse bis Recover) und betrachtet material-, produkt- und geschäftsmodellbezogene Kreislaufansätze gleichermaßen.
Die Ergebnisse der Studie bieten Unternehmen der Automobil- und Zulieferindustrie in Heilbronn-Franken konkrete Orientierung und Ansatzpunkte, um Circular Economy strategisch weiterzuentwickeln und aktiv in die betriebliche Praxis zu integrieren.
Sie steht unter hier zum Download zur Verfügung.