Die übergreifenden Fachgebiete sind maßgeblicher Teil der Bachelor-Ausbildung und nicht als Einzelprogramme studierbar.

 

In Vorlesungen und Übungen, einem Seminar sowie Management-Simulationen (»Planspielen«), lernen Sie gemeinsam (übergreifend) mit Studierenden aller Fachrichtungen die Grundsätze der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre kennen. Ein Wahlpflichtfach der speziellen Betriebswirtschaftslehre rundet das Angebot ab. Aufgabe der Pflichtveranstaltungen zur Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre ist es, jene betrieblichen Probleme darzulegen und zu erklären, die sämtlichen Unternehmen – unabhängig vom Wirtschaftszweig – gemeinsam sind. Eine Grundorientierung für die zu behandelnden Felder wird in einem einführenden Unternehmensplanspiel sowie einer Fallstudienbasierten Übung in der Einführung für Studienanfänger gegeben. Neben den Grundlagen der Buchführung und der Lehre von Produktionsfaktoren lernen Sie in den ersten beiden Semestern auch eine Vielzahl konstitutiver unternehmerischer Entscheidungen, wie Standort, Rechtsform, etc., kennen. Beschaffung mit Lagerwirtschaft, Produktion und Marketing werden im Anschluss als »betriebliche Funktionen« behandelt. Die Grundlagen der Kostenrechnung sowie Bilanzierung und Finanzwirtschaft komplettieren in den folgenden Semestern Ihr Rüstzeug. All das Gelernte setzen Sie im fünften Studiensemester erfolgreich in Management-Simulationen ein. Sie üben unternehmerische Entscheidungen zu treffen, die das gesamte Unternehmen, mit allen Interdependenzen der wesentlichen Funktionsbereiche, betreffen. Sie trainieren zudem weiche Faktoren wie Teamfähigkeit, Koordination und Kooperation und können das Gelernte umfassend anwenden. Die Veranstaltung Strategisches Management im Anschluss an das Praxissemester beleuchtet die strategischen Problemstellungen, mit denen Unternehmen konfrontiert sind, und zeigt Lösungen durch erklärende Prinzipien und Instrumente auf. Das Wahlpflichtfach Spezielle BWL bietet dann die Möglichkeit einer individuellen Vertiefung in einzelne Branchen, wie z. B. Industrie, Banken oder Handel, die in einem sich anschließenden Managementseminar vertieft werden können.

Warum ist Volkswirtschaftslehre wichtig? Gerade Studierende in betriebswirtschaftlichen, juristischen oder technischen Studiengängen stellen sich diese Frage. Eigentlich sind es immer Fragen, die den Weg zu Antworten weisen. Warum ist in einem Land die Arbeitslosigkeit einmal hoch und später niedrig? Warum haben wir den Eindruck, dass Löhne und Gehälter immer ungleicher verteilt sind? Warum gibt es aktuell so gut wie keine Verzinsung auf Sparguthaben mehr? Interessieren Sie diese Fragen? Wenn ja, sind wir auf einem guten Weg, herauszufinden, warum Volkswirtschaftslehre wichtig ist. In der Volkswirtschaftslehre beschäftigen wir uns ganz generell mit der Problemstellung, aus einer Situation das Beste zu machen. Hierbei interessiert besonders, herauszufinden, warum in der Realität oftmals das Beste nicht erreicht wird – warum z. B. in bestimmten Jahren die Arbeitslosigkeit zu hoch ist. Zu Beginn behandeln wir in der Mikroökonomie Grundsätzliches über ökonomisches Handeln. Wir beschäftigen uns damit, wie Märkte funktionieren – eine elementare Voraussetzung, um zu verstehen, wie Volkswirtschaften funktionieren. Makroökonomie im zweiten Semester befasst sich mit den gesamtwirtschaftlichen Aspekten Konjunktur, Arbeitslosigkeit, Inflation, Zinsen und Wachstum. Im dritten Semesterwerden volkswirtschaftliche Probleme aus der internationalen Perspektive betrachtet. Währungskrisen, Handel, Migration und Globalisierung werden hier thematisiert. Im vierten Semester lernen Sie in unseren Wirtschaftspolitischen Seminaren, sich mit speziellen Themen der Volkswirtschaftslehre auseinanderzusetzen, und erlernen dabei die Standards und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens.In den Wahlfächern beschäftigen wir uns auch mit Themen, die über die Grenzen der Ökonomik hinausgehen. Nachhaltigkeit sowie Wirtschafts- und Unternehmensethik werden in verschiedenen Wahlpflichtfächern und weiteren Veranstaltungen behandelt. Auch im Masterbereich werden Vorlesungen mit volkswirtschaftlichen Inhalten angeboten.

 Die Notwendigkeit, quantitative Verfahren zu verstehen, sie zu durchschauen und selbst anwenden zu können, ist in einer Welt, in der uns täglich Daten, Zahlen, Trends und quantitative Studien umgeben, zunehmend unumgänglich geworden. Quantitative Modelle und Methoden haben sich vor allem in den letzten zehn bis zwanzig Jahren zu wichtigen Instrumenten der betriebswirtschaftlichen Problemanalyse, der darauf basierenden Entscheidungsfindung und der Unternehmensplanung etabliert. Den Studierenden soll diese Methodenkompetenz und das modellorientierte Denken anhand von anwendungsorientierten Beispielen aus der betriebswirtschaftlichenPraxis vermittelt werden.

Sachgerechte unternehmerische Entscheidungen sind ohne Kenntnis und Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen nicht möglich. Welche Rechtsvorschriften gelten beim Abschluss, bei der Ausgestaltung und bei der Abwicklung von Verträgen? Wie können unternehmerische Risiken, z. B. die Einhaltung von Lieferterminen, die Qualität der Ware oder der Zahlungseingang, rechtlich abgesichert werden? Wie verhalten sich ein Unternehmen und seine Mitarbeiter in sinnvoller Weise bei Konflikten und in Streitfällen? Einer guten Rechtsausbildung kommt daher eine besondere Bedeutung zu.