News |

„Make Online Advertising great again“

Das Team der Projektgruppe mit Prof. Dr. Jörg Tropp

Am Freitag den 28. Juli 2019 haben die Studierenden des Studiengangs Marketingkommunikation & Werbung im Rahmen ihres Praxisprojekts (6. Semester) unter Leitung von Prof. Dr. Tropp ihre Ergebnisse präsentiert.

Hintergrund des Projekts

Die Begegnung mit Werbung, vor allem im Online-Bereich, ist immer stärker mit gemischten Gefühlen und zunehmend mit einem unangenehmen Manipulationsverdacht verbunden. 86 Prozent glauben heute, dass Werbung grundsätzlich lügt, 82% fühlen sich von Werbung gestört und 55% Prozent von Werbung getäuscht (Botzenhardt & Pätzmann 2012). Je mehr Technologie und Algorithmen Teil unseres Lebens werden und dadurch Unternehmen ermöglichen zukünftig immer relevantere Informationen und Werbung auszuspielen, desto stärker wird das Verdachtsrisiko, dass Werbung eine Technik der Manipulation und geheimen Verführung ist.

Sandy Schoch, Yvonne Kleih, Kim Dalfuß und Lara Henschke präsentierten die anhand der Szenario Technik gewonnenen Projektergebnisse.

Ziel des Projekts

Ganz nach dem Motto "Make Online Advertising Great Again" (so auch der Projekttitel) haben sich die Studierenden diesem Paradox aus Relevanz und Manipulationsverdacht angenommen und einen kritischen Blick auf die Zukunft der Werbung geworfen. Ziel des Praxisprojektes war es, die Frage zu beantworten, wie trotz der unvermeidbar weiter zunehmenden Technologisierung unserer Kommunikation und des Marketings der Angst vor Manipulation, vor geheimer Verführung entgegengewirkt werden kann. Wie schaffen wir es, dass User im Idealfall sagen: „Online Werbung – great to see“?


Methodik

Da die Projektfrage, wie Online-Werbung wieder „great“ werden kann, auf die Zukunft gerichtet ist, kam eine qualitativ prognostische Methode zum Einsatz, nämlich die Szenario Analyse. Die Studierenden versuchten, ausgehend von Recherchen und einer Online-Befragung ein Best Case-Szenario für das Jahr 2022 zu entwickeln, wie das Erleben von Display-Ads aus Sicht junger Erwachsener zwischen 20 und 25 Jahren sein könnte. Im Anschluss wurden konkrete Handlungsmaßnahmen abgeleitet, die als Vorschläge zur Verbesserung der Situation dienen.

 

Viele interessierte Studierende waren zur Abschlusspräsentation gekommen.

Reflektion

Klar ist, dass dieses Projekt ein sehr ambitioniertes Vorhaben war und sich die Studierenden mit ihren Ergebnissen weit aus dem Fenster lehnen, was auch durch die spannende Diskussion mit dem Publikum im Anschluss an die Präsentation bestätigt wurde. Aber, so die Meinung der Projektteilnehmer, ist ein solches Wachrütteln allemal besser als weiterhin die Tatsache zu ignorieren, wie qualitativ beschämend das Gros der Online-Werbung doch ist und gleichzeitig als Studierende des Fachs Marketingkommunikation & Werbung diesen Zustand nicht zu reflektieren und nicht nach Lösungen zu suchen.

„Daher sehen wir unsere Arbeit im Rahmen dieses Projektes als einen ersten Anstoß und einen ersten Schritt in die richtige Richtung“, so der gemeinsame Tenor der Studierenden.

„Zum Abschluss können wir sagen, dass wir nach Monaten von Recherchearbeit, Gruppenmeetings und Diskussionen in einem 12-köpfigen Projektteam vor allem auch gelernt haben, wie wichtig organisiertes Teamwork ist und dass empirische, sozialwissenschaftliche Methoden, wie z. B die Szenario-Analyse, eine wirklich große Hilfestellung im Rahmen von anwendungsorientierten Forschungsarbeiten sein können.“