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Im Gespräch mit...

Heiko Notter

Bitte stellen Sie sich kurz vor:
Moin, wie man in Hamburg sagt! Denn „Moin Moin“ gilt hier ja schon als Gesabbel.
Also mach’ ich’s kurz: Heiko Notter, Studium der Marketing-Kommunikation bis 2005.
Seitdem als Kreativer in diversen Hamburger Agenturen unterwegs: Philipp und Keuntje, Grabarz & Partner, Jung von Matt, Kolle Rebbe. Aktuell als Creative Director für Kunden tätig wie Lufthansa, PiCK UP!, HypoVereinsbank und Tesa international.

Was ist Ihre schönste Erinnerung an die Hochschule Pforzheim?
Offizielle Antwort: Die Arbeit bei „Das Format“, der studentischen Film-Produktion an der Hochschule, die ich damals leiten durfte. Inoffizielle Antwort: Die heimliche Freude darüber, in der Mensa immer die größte Portion bekommen zu haben. Zumindest in der Wahrnehmung meiner Kommilitonen. Gell, Jörg?!

Gibt es eine Person, die in beeindruckender Weise Ihr Studium geprägt hat?
Frau Prof. Dr. Elke Theobald und Frau Prof. Dr. Brigitte Gaiser, die mit ihrem außerordentlichen Engagement den Unterschied zwischen einfachem Studium-Abhaken und persönlichem Vorankommen ausmachten.

Wenn Sie noch einmal studieren könnten, würden Sie wieder nach Pforzheim kommen?
Wegen Pforzheim (der Stadt) nicht. Wegen des Studiums: ja.

Waren Sie nach dem Studium der Marketingkommunikation gut auf die Praxis vorbereitet?
Absolut. Vor allem auch dank der Praxis-Semester.

Wenn Sie sich entscheiden müssen: Agentur oder Unternehmen?
Ich würde mittlerweile wohl eher in ein Unternehmen gehen. Denn anders als nach dem Ende meines Studiums werden die wirklich spannenden (auch kreativen) Entscheidungen immer mehr in den Unternehmen direkt getroffen und umgesetzt. Die Agenturen haben in den letzten Jahren (auch selbst verschuldet) immer mehr den Status als Vordenker und Partner auf Augenhöhe eingebüßt. Gleichzeitig fehlt es den Unternehmen intern noch immer an kompetenten (kreativ geschulten) Kommunikations-Profis. Da sehe ich viele spannende Möglichkeiten für die nahe Zukunft.

Was würden Sie den angehenden Werberinnen und Werbern mit auf den Weg geben?

Lasst euch nichts von schweren Zeiten erzählen. Lasst euch nicht vom derzeit grassierenden Branchenpessimismus anstecken. Nie waren die Zeiten spannender. Nie waren die Möglichkeiten vielfältiger. Nutzt sie. Nutzt euer an der Hochschule erworbenes Wissen. Pflegt es. Baut es aus. Und vergesst dabei den guten, alten, gesunden Menschenverstand nicht.

 

Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch und freuen uns sehr, dass wir Heiko Notter für einen Vortrag im Mai bei unserer Hamburg Exkursion gewinnen konnten. 

 

Interview: Julia Jähnert