Studienverlauf

Konzeption des Bachelor-Programms

Circa 70% der Vorlesungen sind in allen BWL-Studiengängen identisch, dies betrifft vor allem die allgemeine Betriebswirtschaftslehre, die Volkswirtschaftslehre, die Rechtswissenschaft und die quantitativen Methoden. 30% der Vorlesungszeit sind für die Vermittlung der Lehrinhalte des Studienschwerpunkts reserviert, aber naturgemäß nicht gleichmäßig über die gesamte Studienzeit verteilt, sondern konzentriert in den höheren Semestern.

Die Grafik rechts verdeutlicht Ihnen, zu welchem Zeitpunkt Sie welche Veranstaltungen belegen. Weitere Informationen und Dokumente zu Ihrem Studienabschnitt erhalten Sie in den unten stehenden Tabs.

BW/Marketingkommunikation und Werbung

Im Studiengang BW/Marketingkommunikation und Werbung vermitteln wir Ihnen neben einem fundierten betriebswirtschaftlichen Grundwissen profunde, praxisrelevante Kenntnisse in Marketing und Kommunikation. Sie lernen, ganzheitliche marktgerichtete Kommunikationskonzepte zu entwickeln und starke Marken durch einen integrierten Einsatz aller Kommunikationsinstrumente aufzubauen und zu führen. Die exzellenten Kontakte unseres Studiengangs zur Kommunikations- und Medienbranche sowie zur Markenartikelindustrie gepaart mit unserem in Wissenschaft wie Praxis hochqualifiziertem Lehrpersonal machen Sie als AbsolventIn für zukünftige Arbeitgeber äußerst attraktiv.

Studiendauer:

  • 7 Semester (inklusive 1 Praxissemester)
  • Praxissemester im 5. Studiensemester
  • mögliches Auslandssemester im 6. Studiensemester
  • Titel: Bachelor of Science Betriebswirtschaft


Ihre Vorteile auf einen Blick:

  • fundierte wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung
  • breite, praxisnahe Vertiefung im Bereich Marketingkommunikation
  • hohes Renommee der Hochschule
  • hervorragende Akzeptanz der Absolventen/innen bei Arbeitgebern
  • exzellente Praxiskontakte der Professoren/innen
  • internationaler Abschluss
  • Auslandsstudium an international anerkannten Partnerhochschulen
  • Erwerb von Fremdsprachenkompetenz durch englischsprachige Lehrveranstaltungen
  • Perspektive zur Weiterqualifizierung durch breites Master-Angebot

Insgesamt setzt sich das pflichtmäßig zu absolvierende Curriculum der Quantitativen Methoden aus den Modulen "Mathematik", "Statistik" und "Quantitative Planung" zusammen.
Darüber hinaus sind im dritten oder vierten Semester studiengangspezifische Veranstaltungen zu belegen, die Sie der Studien- und Prüfungsordnung entnehmen können.

 

Bis auf weiteres werden seit dem Sommersemester 2012 die Fächer

•   Grundlagen der Analysis und Linearen Algebra (Erstes Studiensemester)

•   Grundlagen der Deskriptiven Statistik (Zweites Studiensemester)

•   Grundlagen der Induktiven Statistik (Drittes Studiensemester)

in einem sog. „Normal Track“ und einem sog. „Fast Track“ (nur wenn genügend Lehrkapazität vorhanden ist) abgeprüft. Die Vorlesungen des Fast Track finden geblockt statt. Sie können sich entscheiden, ob Sie die Prüfung nach dem Fast Track oder zum normalen Prüfungstermin am Semesterende ablegen möchten ("Normal Track").

Sie können nur an einer dieser beiden Prüfungen teilnehmen, sodass Sie sich definitiv für eine der beiden Varianten entscheiden müssen. Falls Sie sich für den Fast-Track entscheiden und sich von diesem wieder abmelden, ist eine spätere Anmeldung für die Prüfung im normalen Prüfungszeitraum am Semesterende dadurch nicht mehr möglich.

  • Quantitative Methoden

  • Sachgerechte unternehmerische Entscheidungen sind ohne Kenntnis und Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen nicht mehr möglich. Einer guten Rechtsausbildung kommt daher in den betriebswirtschaftlichen Studiengängen an der Hochschule Pforzheim eine besondere Bedeutung zu.

    Informationen zu den einzelnen Rechtsvorlesungen entnehmen Sie bitte dem Kurskatalog Ihres jeweiligen betriebswirtschaftlichen Studiengangs.

    Über die folgenden Seiten finden Sie alle relevanten Informationen zur mündlichen Bachelorprüfung
    Sie müssen sich selbständig zur Prüfung anmelden. Die Anmeldung erfolgt nicht über die reguläre Prüfungsanmeldung zu Semesterbeginn. 

    Es gibt 2 Prüfungstermine pro Semester. 

    Die Termine und Anmeldeinformationen finden Sie hier

    Den Nachweis über Ihr Fachwissesncaftliches Kolloquium müssen vorlegen, wenn Sie Ihre Thesisanmeldung vornehmen. 

    Dialog zwischen betreuendem Professor/in und Student/in

    Keine eigene Veranstaltung, Einzeltermine

    Abstimmung der Gliederung / roter Faden

    Projektplan und Thesenpapier (ca. 1 Seite)

    Festlegung Arbeitstitel für Antragsformular (s.u.) (zunächst: Kennzeichnung als Entwurf)

    Abstimmung der Methodik

    Bestimmung 2. Korrektor auf Vorschlag des Kandidaten (2. Korrektor vorher fragen)

     

    Als Nachweis des Kolloquiums lassen Sie sich das folgende Formular unterschreiben. 

     

    Die Bachelorthesis kann frühestens im 6. Semester angemeldet werden. Hierfür müssen alle Prüfungsleistungen bis einschl. des vierten Fachsemesters erfolgreich erbracht sein.

    Alle Informationen rund um das Thema Thesis finden Sie auf den Seiten des Prüfungsamtes.

     

     

    Praxissemester

    Das Praxissemester ist in der Studien- und Prüfungsordnung für das 5. Studiensemester vorgesehen. Eine Verschiebung ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich (siehe auch dazu die FAQs des Prüfungsamtes). Die Dauer des Praktikums beträgt mindestens 100 Arbeitstage ohne Krankheits- oder Urlaubstage. Wir empfehlen, das Praktikum auf sechs Monate abzuschließen. Im Praktikantenvertrag sollte die vereinbarte Dauer ausgewiesen sein, sowie die Abteilung, in der das Praktikum stattfinden soll. Bitte geben Sie den Vertrag im Sekretariat des Studiengangs ab; eine Kopie ist ausreichend. Am Ende des Praktikums stellt das Unternehmen eine Praktikumsbescheinigung über die Dauer des Praktikums aus, die der Hochschule im Original vorgelegt wird (Bestätigung von 100 Arbeitstagen - siehe Dokumente zum Praxissemester).

    Ziele des Praxissemesters sind

    • das Kennenlernen des Berufsalltags
    • die Anwendung des bisher erworbenen Fachwissens
    • das Training von Sozialkompetenzen
    • das Erkennen der eigenen Fähigkeiten und Grenzen
    • die Motivation für das weitere Studium und den Berufseinstieg

    Zu den Aufgaben der Studierenden während des Praxissemesters gehört auch das Anfertigen eines 50-Tage-Berichts, in dem die Studierenden eine individuelle Einschätzung der Personalprozesse im Praxis-Unternehmen vornehmen sollen.

    Karriereplattform Jobs&More

    Über unsere Karriereplattform JOBS&MORE haben Sie die Möglichkeit das passende Unternehmen für Ihr Praxissemester zu finden. 

    Über diese Stellenböse finden Sie sowohl vakante Praktika, aber auch Stellenanzeigen für Werkstudententätigkeiten, Teilzeit- und Vollzeitstellen verschiedener Unternehmen. JOBS&MORE gibt Ihnen die Möglichkeit ein persönliches Suchprofil zu erstellen und entsprechende Details wie die Stellenart, Ihren Studiengang und den Umkreis der Suche zu spezifizieren. 

    Vakante Stellen werden auf dieser Seite von den Unternehmen selbstständig eingestellt und von unserem Career Center geprüft. 

    Praktikantenbeauftragte des Studiengangs

    Prof. Dr. Jörg Tropp

    Studiendekan BW/ Marketingkommunikation und Werbung 

    Julia Jähnert 

    Akademische Mitarbeiterin BW/ Marketingkommunikation und Werbung 

    Unternehmensplanspiel

    Zum Praxissemester gehört nach dem Bachelor-Curriculum auch ein Kurs des betriebswirtschaftlichen Unternehmensplanspiels (Ausnahme: BW / International Marketing).

    Die reguläre Teilnahme am Unternehmensplanspiel ist für Studierende nach dem 5. Semester (also kurz vor Beginn des 6. Semesters) vorgesehen.
    Bitte beachten Sie die Aktualisierung der Termine und Anmeldeinformationen

    Alle Informationen zum Unternehmenspanspiel finden Sie auf den Seiten des Instituts für Managementsimulation
    Bei Fragen zur Anmledung etc. wenden Sie sich bitte an das Team des Instituts für Managementsimulation, da die Organisation über das Institut abgewickelt wird. (Kontakt

    Häufig gestellte Fragen werden Ihnen bereits auf der folgenden Seite beantwortet. 

     

  • Unternehmensplanspiel

  • Das Praxissemester kann auch im Ausland abgelegt werden. Auslandspraktika sind zudem eine wertvolle Ergänzung zu einem Inlandspraktikum. Sie können die Studienzeit verlängern, was aber durch die gewonnenen Erfahrungen wettgemacht wird. Mit einem Auslandspraktikum beweisen Sie, dass Sie in der Lage sind ein nicht ganz leichtes Projekt zu realisieren und sich in einer fremden Umgebung zurechtzufinden.

    Auslandspraktika werden von in- und ausländischen Unternehmen angeboten. (Auslandsangebote Praktika)

    Wir unterstützen Auslandspraktika, erwarten aber von Ihnen, dass Sie diese eigenständig organisieren.

    Auslandssemester

    Die Fakultät für Wirtschaft und Recht hat über 70 Partnerhochschulen, die Studierende aus Pforzheim akzeptieren. Das Auslandsstudium dauert i.d.R. fünf Monate (ein Semester); Auslandsaufenthalte im Umfang von zwei Semestern sind an einzelnen Hochschulen möglich. Über den folgenden Link gelangen Sie zu einer Auflistung aller Partnerhochschulen

    Für das 6. Semester ist in allen Studiengängen ein Mobilitätsfenster vorgesehen. Dies bedeutet, dass dieses Semester bewusst viele allgemeine BWL-Fächer enthält, welche in den allermeisten Fällen an den meisten Partnerhochschulen belegt und entsprechend in Pforzheim anerkannt und angerechnet werden können. Die wenigen studiengangspezifischen Fächer, die im sechsten Semester laut SPO belegt werden sollen, sind ebenfalls oftmals an einer Partnerhochschule belegbar (dies ist aber im Einzelfall mit der jeweiligen Studiengangleitung zu klären). In begründeten Fällen ist es durchaus auch möglich, Praxis- und Auslandssemester zu tauschen (z.B. aufgrund von Semesterzeiten an der Partnerhochschule). In diesem Fall müssten Sie sich bitte an den Praktikantenbeauftragten Ihres Studiengangs wenden. 

    Ein Auslandssemester muss im Vorfeld geplant werden; die Bewerbung ist jeweils ca. ein Jahr im Voraus nötig: für ein Sommersemester „abroad“ immer zum 30.5. im Jahr davor, für ein Wintersemester immer zum 30.11. des Vorjahres. Die Bewerbung läuft über das Akademische Auslandsamt. Etwa 4-6 Wochen nach Bewerbungsschluss wird die Auswahl veröffentlicht.

    Nachdem man für eine Partnerhochschule ausgewählt wurde, erhält man weitergehende Informationen vom Akademischen Auslandsamt sowie auch von der Partnerhochschule. Außerdem muss man sich mit dem Hochschulbeauftragten und/oder mit der Outgoing-Koordinatorin in Verbindung setzen, um das Learning Agreement vorzubereiten. Dieses regelt den späteren Credittransfer der an der Partnerhochschule erbrachten Leistungen. Weitere Informationen zur Erstellung des Learning Agreements erhalten Sie hier.

    Alle weiteren Informationen rund um das Auslandsstudium erhalten Sie entweder im Bereich „International“ des Akademischen Auslandsamtes unter der Rubrik „Studieren im Ausland“ oder auf den Seiten der  „Business School“; dort finden Sie auch Fragen und Antworten zum Auslandsstudium sowie viele weitere Informationen (Bewerbung, Selektion, Fördermöglichkeiten…)

    Erfahrungsberichte aus dem Auslandssemester

      

    Blick auf Lissabon und ihr Wahrzeichen, die Ponte 25 de Abril, Foto: Lara Henschke

    Uma decisão difícil – Eine schwierige Entscheidung
    Die Liste unserer Partnerhochschulen ist lang. Wie soll man sich da nur entscheiden? Für mich stand fest: Ich möchte in Europa bleiben. Und in den Süden. Dann stolperte ich zu Beginn des Semesters über vier portugiesische Austauschstudenten, die nachts vor dem Wohnheim auf ihren Koffern saßen. Sie erreichten den Hausmeister nicht und konnten nicht in ihre Zimmer. Wir stellten ihre Sachen bei mir unter und gingen zusammen in den Irish Pub. Und während dem ein oder anderen Bier erzählten sie mir von Portugal. Von ihrer geliebten Stadt Lissabon, traumhaften Stränden, viel, viel Sonnenschein und der portugiesischen Herzlichkeit. „Geh nach Lissabon.“, sagten sie, „Du wirst die Stadt lieben.“ Meine Wahl stand fest. Und kurz darauf kam die Zusage. Olá Lisboa!

    Lissabon – die Stadt der sieben Hügel, Foto: Lara Henschke

    Bem-vindo a Lisboa – Willkommen in Lissabon
    Ich kann nur eines sagen: Ein hoch auf die Werbeliebe! Hatten mich meine Werber-Kontakte auch schon bei der Wohnungssuche für mein Praxissemester gerettet, war auch jetzt wieder auf sie Verlass. Über unsere „Werber helfen Werbern“-Gruppe holte ich mir von ehemaligen Erasmus-Studenten Rat zu Uni-Angelegenheiten und Wohnungssuche. Letztere erwies sich in Lissabon für Erasmus-Studenten nicht gerade als einfach. Studentenwohnheime gibt es kaum, Online-Plattformen sind nicht immer seriös. Viele Austauschstudenten kommen ohne Unterkunft nach Lissabon und suchen vor Ort. Ich buchte jedoch auf Empfehlung im Voraus ein Zimmer. In einer 9er-Erasmus-WG. Es klang nach dreckigem Geschirr und unangenehmen Mitbewohnern. Es war das Beste, das mir passieren konnte.
    Die WG lag super zentral im Stadtteil Anjos – das bedeutet Engel. Und das waren meine acht Mitbewohner auch. Zusammengewürfelt aus allen Ecken der Welt wurden sie zu meinen besten Freunden und unsere WG-Küche zu meinem Lieblingsplatz der ganzen Stadt. Wir kochten, feierten, spielten zusammen, machten Ausflüge und Filmabende. Und saßen oft am Küchentisch und diskutierten über Gott und die Welt.

    A Universidade – Die Universität
    Meinen Aufenthalt in Lissabon begann ich mit einem Sprachkurs. Vokabeln und Grammatik waren nicht schwierig, doch die portugiesische Aussprache hat es in sich und blieb mir ein Rätsel. Schnell gab ich deshalb auf, zu schnell, wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke. Auch wenn man in Portugal und vor allem in Lissabon problemlos mit Englisch zurechtkommt: Wer die Sprache des Landes nicht spricht, dem bleiben viele Türen verschlossen.

    Und dann ging es los, das Semester an der ISCTE-IUL: Gekümmert wurde sich gut um uns. Mein Buddy holte mich nicht nur vom Flughafen ab, sondern gab mir auch eine Führung an der Hochschule. Alle waren sehr freundlich und hilfsbereit. Die Willkommenswoche war etwas chaotisch, aber herzlich. Fast 400 Austauschstudenten wurden begrüßt, fünf davon aus Pforzheim. Ich belegte fünf Kurse, die ich mir auch in Pforzheim anrechnen lasse kann, und merkte schnell, hier zu studieren bedeutete vor allem eines: Gruppenarbeit, Gruppenarbeit und Gruppenarbeit. Und die kostete mich sehr viel Zeit und Nerven. Die Vorstellungen wie Hausarbeiten und Präsentationen auszusehen haben, gingen innerhalb der Gruppe oft weit auseinander. Und auch die Professoren nahmen es mit vielem nicht so genau. Das Lob des Professors zu einer unserer Präsentation blieb mir im Kopf: „A rigorous analysis, German style.“ Wenigstens hatte sich die Arbeit gelohnt.

    Ich war ein wenig enttäuscht von meinen Vorlesungen. Das Niveau war teils sehr niedrig, die Professoren unvorbereitet, das Ziel der Veranstaltungen unklar. Häufig waren die Vorlesungen nur für internationale Studenten, Kontakt zu Einheimischen entstand leider kaum. Trotzdem fühlte ich mich wohl an der Hochschule und verbrachte viel Zeit dort, um an unseren Projekten zu arbeiten und mich auf die Klausuren vorzubereiten. Und gegen Ende des Semesters merkte ich, so übel waren die Gruppenarbeiten vielleicht gar nicht. Sie haben mir vor allem zwei Dinge gebracht: Mehr Übung mit meinem Englisch. Und Freunde aus der ganzen Welt.

    Strandtag im Surferparadies Praia da Bordeira, Foto: Lara Henschke

    A vida em Portugal – Das Leben in Portugal
    In Lissabon selbst fühlte ich mich sehr schnell zuhause. Die Stadt ist bunt, lebendig und birgt unglaublich viel zu entdecken. Wir streiften viel zu Fuß durch Lissabon, durch die kleinen, verwinkelten Gassen, von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt. Auch das internationale Flair und die junge, kreative Startup-Szene gefielen mir. Ich nutzte die Chance, nahm an einem Coding-Workshop teil und holte mir Inspiration auf der Websummit, Europas größter Tech-Konferenz. Außerdem ist Lissabon eine Erasmus-Hochburg. Die Stadt lockt nicht nur unglaublich viele Studenten an ihre Universitäten, sie hat auch die perfekte Größe, um sich hin und wieder über den Weg zu laufen. Spätestens an der Erasmus Corner, einer Straßenecke im Bairro Alto, an der sich am Abend die Studenten versammeln, gemeinsam diskutieren und lachen, trifft man sich wieder.

    Und dann ist da noch das Meer. Lissabon selbst liegt nicht, wie viele fälschlicherweise denken, am Meer. Man ist aber sehr schnell dort. Und die Küste um Lissabon ist perfekt um Surfen zu lernen, was auch fast alle Erasmus-Studenten tun – ich eher mäßig erfolgreich. Meer gibt es überhaupt sehr viel in diesem kleinen Land am Rande Europas. Und so erlebte ich die schönsten Momente des Semesters während unserer Roadtrips. Wir fuhren die Küste entlang bis es uns irgendwo gefiel. Schliefen unterm Sternenhimmel mit Meeresrauschen in den Ohren. Aber auch Porto gefiel mir sehr. Eine junge, hippe Stadt mit lebendiger Studentenszene. Und wir flogen auf die Azoren, Portugals immer grünes Paradies, das noch so wunderbar untouristisch ist.

    Obrigada por tudo – Danke für alles
    Die fünf Monate in Lissabon vergingen schnell, viel zu schnell. Ich verlies die Stadt mit wunderschönen Erinnerungen in meinem Kopf, neuen Freunden aus der ganzen Welt, einer Portion portugiesischer Gelassenheit und einem Vorrat an Sonnenschein, der mich hoffentlich durch den deutschen Winter bringt. Saudade nach dir Lisboa, bis ganz bald!

    veröffentlicht von Lara Henschke, 6. Semester „Marketingkommunikation und Werbung“

    Ein Abenteuer, welches ich selbst meinen Enkelkindern erzählen werde. Aber erstmal erzähle ich euch meine Geschichte.

    Schaukeln über den Reisterrassen (Bali)

    Mein Name ist Sarina. Gut den Namen kennen die ein oder anderen, doch was ist nun so besonders daran? Sarina ist ein indonesischer Name und bedeutet soviel wie die Schönheit, ob ich das bin sei dahingestellt. Aber das Land Indonesien ist eine Schönheit, das garantiere ich euch. Warum? Indonesien ist eines der atemberaubendsten Länder der Welt. Es besteht aus rund 17.000 Inseln, einige davon unberührt. Man findet dort von Dschungel, über aktive Vulkane bis zu pinken Stränden, fast alles was das Abenteurerherz begehrt. Deswegen und da meine Großeltern Indonesier waren, viel mir die Entscheidung für mein Auslandsziel ziemlich leicht. Januar 2018 hieß es dann: Auf geht’s nach Indonesien.

    Aller Anfang ist schwer...
    Nach dem 17 stündigen Flug von Frankfurt nach Jakarta, wartete auf uns (Kommilitone und mich) noch eine mehrstündige Fahrt mit einem Luxuskleinbus. Endlich in Bandung angekommen, bezogen wir unser erstes Domizil, Sky City Home, das Grauen aller Westeuropäer. Unsere Zimmer waren nicht nur verdreckt, auch Ungeziefer wie kleine Würmchen im Bad oder daumengroßen Kakerlaken, konnten wir unsere Mitbewohner nennen. Ach, die Kakerlaken, meine stetigen Begleiter in Indonesien. 

    Aber das Schicksal hat es gut mit uns gemeint, denn durch eine indonesische Freundin haben wir relativ schnell eine neue Bleibe gefunden. Eine Wohnung, vollmöbliert, zwei Bäder, direkt neben dem Cihampelas Walk (Shopping Mall) und mit der besten Vermieterin, die man sich vorstellen kann. Keine 10 Minuten und ich war mit dem Grab (wie Uber nur mit einem Roller) bei meiner School of Business and Management (SBM ITB Bandung).

    Campus SMB ITB

    Die Uni.
    Da ich die Einführungsphase verpasst hatte, hieß es für mich: „SBM ITB auf eigene Faust erkunden.“ Der Campus ist riesig. Anfangs hatte ich noch kleine Orientierungs-schwierigkeiten, die mit der Zeit schwanden. Auf meiner Tour habe ich neben kleinen Supermärkten, ATMs, Cafés, Sportplätzen und einen SBM Souvenirshop, Springbrunnen und ganz viel Grün drum herum entdeckt. Der Campus ist wirklich schön.

    Natürlich bin ich nicht nur wild auf dem Campus umher getigert, sondern habe auch fünf Vorlesungen besucht (22 ECTS). Vorlesung in Indonesien muss man sich wie deutschen Schulunterricht vorstellen. Das bedeutet: Anwesenheitspflicht, Hausaufgaben, wöchentliche Gruppenarbeiten, Stehgreifaufgaben, Mid- wie auch Endterms. Das alles ist aber kein Problem, man kennt es noch von früher. Was mir aber hin und wieder Probleme bereitete, waren die Gruppenarbeiten mit meinen indonesischen Kommilitonen. Ich musste früh feststellen, dass deren Arbeitsweise gar nicht mit meiner übereinstimmte. Es mag wohl auch an deren Alter gelegen haben, im Durchschnitt waren sie um die 18-19 Jahre (ich war zu dem Zeitpunkt 26). Aber dafür ist ein Auslandssemester da, um neue Kulturen, Menschen und eben deren Arbeitsweisen kennen wie auch lieben zu lernen.
    Mit ein wenig Geschick habe ich die Kurse so gelegt, dass ich von Montag bis Mittwoch Uni hatte. Das verschaffte mir dann reichlich Zeit um das Land, die Menschen, deren Kultur und Religion entdecken zu können. Aber dazu später mehr.

    Aktiver Vulkan

    Bandung und Indonesien.

    Bandung ist die Provinzhauptstadt von Westjava mit rund 2,5 Mio. Menschen und liegt inmitten von Vulkanen und Teeplantagen. Da die Stadt relativ hoch gelegen ist, ist das Wetter eher kühler (20-30 Grad) als anderswo in Indonesien. Bandung bietet nicht nur den wundervollen Campus, sondern auch unzählige Shoppingmalls.

    Sarina´s Tipp: Packe nur das Nötigste und kleide dich dort komplett neu ein. Es lohnt sich.

    Am schnellsten kommt man von A nach B mit einem Roller. Der Verkehr ist enorm und gefühlt gibt es keine Straßenverkehrsordnung wie wir sie kennen. Jedoch habe ich keinen einzigen Unfall während meiner Zeit dort gesehen.

    Sarina´s Tipp: Wenn du dich nicht traust selber Roller zu fahren, kannst du dir für wenig Geld einen Grabdriver bestellen.

    Wenn ich genug von dem „kalten“ Bandung hatte, habe ich mit den anderen Austauschstudenten verschiedene Orte bereist. Nummer 1 der Reiseziele, natürlich Bali. Wenn ich mich entscheiden müsste, ob das Surfen auf Lombok, der indonesische Kochkurs auf den Gili Inseln, das Beobachten von Orang-Utans in ihrer natürlichen Umgebung, die Exkursionswoche nach Taiwan oder der Rollertrip von Bandung nach Yogyakarta das Highlight war, muss ich passen. Es war ein nicht endendes Abenteuer, von dem ich noch Stunden erzählen könnte, aber diesen Rahmen sprengen würde.

    Ich hoffe trotzdem, dass ich dir etwas Lust auf Indonesien machen konnte, denn es ist ein Land voller Überraschungen mit tollen Menschen und superleckerem Essen.

     

      

    Kawah Putih (Weißer Krater) in der Nähe von Bandung.
    Teeplantagen von Ciwidey nähe Bandung
    Seetempel Pura Ulun Danu Bratan (Bali)
    Dschungeltour auf Bali
    Affen im Monkey Forest (Ubud, Bali)
    Wilder Orang-Utan im Dschungel auf Sumatra

    Häufig gestellte Fragen

    In den FAQs des Prüfungsamts erhalten Sie auf regelmäßig gestellte Fragen zum Studienverlauf Antworten.