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1200 Gäste feierten bei schönstem Wetter

Prof. Dr. Rudi Kurz

Gut 1.200 Besucher strömten am Samstag, den 8. Juni 2013, zum 50jährigen Jubiläum der Fakultät für Wirtschaft und Recht auf den Campus an der Tiefenbronner Straße. Der Tag begann mit einer akademischen Feierstunde im vollbesetzten Audimax, zu dessen Auftakt Dr. Rudi Kurz, Professor für Volkswirtschaft und 2005 Gründungsdekan der Fakultät, eine unterhaltsame Rückschau auf die letzten 50 Jahre bot.

"An der Hochschule Pforzheim wird auf sehr hohem Niveau gelehrt, geforscht, studiert und gearbeitet. Die national wie international hoch angesehene Fakultät für Wirtschaft und Recht kann stolz sein auf das, was hier in den letzten fünf Jahrzehnten aufgebaut und geleistet wurde.", gratulierte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann der Fakultät zum Jubiläum. Er betonte die hohe Wertschätzung des Landes für die hohe Qualität in Ausbildung und Forschung: "Davon profitieren Studierende und Unternehmen in Baden-Württemberg gleichermaßen".

Zuvor hatte Christoph Kübel, Absolvent der Fakultät und Geschäftsführer und Arbeitsdirektor bei der Robert Bosch GmbH, in seiner Festrede die Ansprüche der Wirtschaft an die akademischen Bildung formuliert: "Hochschulen dürfen nicht nur Lehrpläne abarbeiten, Sie müssen den Studierenden die Motivation vermitteln, lebenslang zu lernen", so Kübel. Für die Unternehmen sei lebenslanges Lernen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein entscheidender Faktor zur Zukunftssicherung: "Ich bin überzeugt, dass die Hochschule Pforzheim diese Herausforderungen angehen und meistern wird und die Studenten auch weiterhin mit fachlicher Expertise, hohem Engagement und Innovationskraft bestmöglich auf das Berufsleben vorbereitet".

Christoph Kübel

Nach weiteren Grußworten durch den Pforzheimer Oberbürgermeister Gert Hager, den Landrat des Enzkreises, Karl Röckinger, der der Fakultät die Steinbeis-Medaille überreichte und Burkhard Thost, Präsident der IHK Nordschwarzwald, war es - wie es sich bei einer Geburtstagsfeier gehört - Zeit für Geschenke: Prof. Dr. Martin Weiblen und Stefan Gamber, Vorstände des Förderer- und Absolventenverein (FAV) der Hochschule, stellten ein neues Zentrum für studentische Gruppenarbeiten im FAV-eigenen Gebäude in Aussicht. Die Vorsitzenden des AStA der Hochschule, Marina Schwarz und Sebastian Findeisen, schenkten eine Sitzbank für den Campus - eine Gabe, die von der Fakultät in Zukunft um weitere Sitzbänke wird, versprach der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Ulrich Jautz. In seinem Ausblick auf die Zukunft zeigte Jautz auf, wie die Fakultät mit den vor ihr liegenden Herausforderungen umgehen will - seien es sinkende Bewerberzahlen durch den demographischen Wandel oder die zunehmende nationale und internationale Konkurrenz im Bildungssektor.

Prof. Dr. Ulrich Jautz

Eine bedeutende Rolle in den kommenden Jahren wird die Einrichtung einer dauerhaften Qualitätskultur spielen, die auf die kontinuierliche Verbesserung der Lehre abzielt. Dies verlange schon die 2016 fällige Re-Akkreditierung durch die AACSB, deren Gütesiegel die Fakultät seit 2011 trägt. Neue und überarbeitet Studienangebote sollen genau wie die forcierte Internationalisierung der Hochschule ihren Spitzenplatz auch in der Zukunft sichern. Derzeit absolviert gut die Hälfte der Studierenden einen Auslandsaufenthalt, diese Quote soll deutlich steigen. Durch einen Ausbau der Forschungsaktivitäten soll letztlich die Profilbildung verstärkt werden. Zusammen mit der exzellenten Kooperation mit der regionalen Wirtschaft und dem Alleinstellungsmerkmal der internationalen Akkreditierung kann die Fakultät auch in den nächsten Jahren erfolgreich sein.

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württembergs, trägt sich ins goldene Buch der Fakultät ein. Links: Prof. Dr. Martin Erhardt, Rektor der Hochschule.
Die Fakultät ehrte Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Rupert Huth

Dem Blick nach vorne folgte ein besonderer Rückblick: Die Fakultät ehrte den Gründungsrektor der Hochschule, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Rupert Huth. 26 Jahre lang hat der Träger des Bundesverdienstkreuzes die Geschicke der Hochschule bestimmt. "Wir stehen auf den Schultern von Riesen" zitierte Jautz das Gleichnis aus dem 12. Jahrhundert, um die Leistung des "Rektors im Unruhestand" zu ehren. Als besondere Erinnerung wurde Rupert Huth ein massiver Glasblock mit einer dreidimensionalen Lasergravur der Fakultät und einer persönlichen Widmung überreicht. Weitere Ehrungen für ihr außerordentliches Engagement wurden am Nachmittag den Professoren Dr. Rudi Kurz, Dr. Karl-Heinz Rau, Dieter Pflaum und Dr. Helmut Wienert zuteil.

Nach einer kurzen Mittagspause präsentierte Prof. Dr. Helmut Wienert die Geschichte der Fakultät sowie der deutschen Fachhochschulen. Die Forschungsergebnisse von Herrn Wienert wurden anlässlich des Festakts in einem Geschichtsband publiziert.

Als besondere Überraschung hatte das fünfköpfige Organisationsteam um Professorin Dr. Elke Theobald besondere Zeitzeugen geladen: Vom ersten Jahrgang 1963, der gut 70 Studienanfänger umfasste, kamen 11 Absolventen auf die Bühne. Auch Paare, die sich während des Studium kennen- und lieben gelernt hatten, waren geladen - teilweise ein Kunststück, bei zwei bis drei Studentinnen in den ersten Jahrgängen. "Aber das waren echte Powerfrauen", erinnerte sich Wriedt Wetzel, der eine von zwei Studentinnen seines Jahrgangs 1966 drei Jahre später zum Traualtar führte.

Prof. Dr. Helmut Wienert

Petrus ist ein Alumnus

Der Nachmittag gehörte dann bei sonnigem Wetter den Pforzheimer Bürgern sowie den Absolventen der Fakultät. Auf dem "Offenen Campus" gab es Getränke und kleine Gerichte, zu den Klängen des Mystery Hot Club Quintetts trafen sich unter großem Hallo Alumni wieder, die sich teilweise über Jahre nicht gesehen hatten. Auch an den Abiturjahrgang 2026 wurde gedacht: Eine Hüpfburg, Kinderschminken und ein Luftballon-Wettbewerb warteten auf die kleinen Gäste.

Wie es sich für das Jubiläum einer akademischen Einrichtung gebührt, beschränkte sich das Programm nicht nur aufs Feiern: 50 Vorträge der Professoren, die "Turmthesen", lockten die Zuhörer in Scharen in die Hörsäle. In vier Zeittakten von jeweils 45 Minuten wurde ein breites Feld von Themen behandelt, von der Sinnhaftigkeit von Mindestlöhnen bis zum richtigen Anstellen an der Supermarktkasse. Im Foyer des W1-Gebäudes führte eine Jubiläums-Ausstellung durch Geschichte und Gegenwart der Fakultät.

Gegen 19 Uhr endete ein Tag, den man als überaus gelungen bezeichnen kann. Und dank der akribischen wissenschaftlichen Erforschung der Vergangenheit der Fakultät durch Prof. Dr. Wienert, für den diese Arbeit wohl die letzte große Publikation vor seinem Ruhestand zum Semesterende gewesen sein wird, hat das kommende Planungsteam der 75Jahr-Feier eine gute Grundlage.

Besuchen Sie auch die Bildergalerie mit den Fotos der Veranstaltung. Die in den Veranstaltungen gezeigten Videoclips finden Sie auf dieser Seite.