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Im Gespräch mit...

Lena Gmeiner, Alumna 2017

Lena Gmeiner, Performance Marketing Managerin und Alumna 2017 Media Management und Werbepsychologie.

 

Vom Studium in den Beruf.  Beschreiben Sie uns Ihren Weg und stellen Sie sich kurz vor.

Wow, wie die Zeit vergeht. Schon 2 Jahre liegt mein Bachelor Abschluss hinter mir. Und genauso lange stehe ich auch schon fest mit beiden Füßen im Arbeitsalltag.

Mein Name ist Lena Gmeiner. Mittlerweile arbeite ich seit fast zwei Jahren als Performance Marketing Managerin bei Just Spices und leite hier den gesamten Social Media Advertising und SEA-Bereich.

Schon während dem Studium arbeitete ich als Werkstudentin bei Burda Media im Online Marketing und Account Management. Hier betreute ich schon zahlreiche Kunden und Kampagnen. Nach meinem Media Management und Werbepsychologie Studium ging es für mich dann direkt in die Festanstellung und in den Arbeitsalltag über. Außerdem bin ich derzeit auch viel als Speakerin auf Online Marketing Konferenzen unterwegs wie beispielsweise die Allfacebook Konferenz, das Ads Camp und die OMX in Salzburg. In zahlreichen Webinaren und Workshops versuche ich auch anderen Unternehmen zu zeigen, was in diesem Bereich alles möglich ist.

 

Webseite von Just Spices, August 2019

Just Spices- vom Food Start-Up zu Deutschlands größter Foodbrand auf Instagram

Als ich vor zwei Jahren meine Heimat und meine Familie hinter mir gelassen habe und für Just Spices nach Düsseldorf gezogen bin, habe ich direkt die Dynamik und den Spirit des Unternehmens gespürt. Junges, cooles Team, die alle richtig Spaß an ihrer Arbeit haben und zusammen was ganz Großes erreichen wollen. Auch für mich generell eine Umstellung vom Großkonzern zum Start-Up. Lockere Arbeitsatmosphäre, nicht ganz so viele Strukturen und Prozesse, aber dafür ganz flache Hierarchien. Unglaublich interessant auch zu sehen, wie man gemeinsam mit dem Unternehmen gewachsen ist und wie man es schafft auf andere Art und Weise Gewürze online zu verkaufen.     

 

So sieht mein typischer Arbeitsalltag aus

Die großen Themengebiete sind natürlich Facebook, Instagram und Google. Die drei Plattformen haben alle ihre einzigartigen Möglichkeiten und Herausforderungen, wenn man hier als Werbetreibender auch gute Performance Ergebnisse erzielen will.

Ein Großteil meiner Arbeit besteht aus der Analyse von Daten. Anhand einer Funnel Struktur spiele ich unterschiedliche Kampagnen und Produkte an unterschiedliche Zielgruppen aus. Dabei gilt es zunächst genau diese Zielgruppen zu identifizieren und aufgrund einer guten Datenbasis auch für das Performance Marketing zu nutzen. Haben sich die Kampagnen soweit etabliert geht es darum zu skalieren. Denn als Angestellte in einem E-Commerce Unternehmen geht es letzten Endes darum, dass Käufer generiert und Umsätze erzielt werden.

Außerdem gehört Trend- und Themenrecherche ebenfalls dazu. In meinem Fall bei Just Spices, welche Foodtrends gibt es derzeit, was passiert auf Instagram, was bloggen andere und welche Gewürze kann ich wie an welche Zielgruppe ausspielen.

Dabei entwerfe ich auch alle Designs für die unterschiedlichen Kampagnen selbst.

Was gefällt Ihnen besonders gut an Ihrem Job und was sind die Herausforderungen?

Das ist tatsächlich eigentlich ganz witzig, da diese beiden Komponenten für mich zusammenhängen. Zum einen liebe ich es einfach direktes Feedback in Form von Zahlen zu bekommen. Kampagnen auf Facebook oder Google erzielen bestimmte Ergebnisse bzw. KPIs, die für mich als Performance Managerin relevant sind und auf Basis dessen ich eine Kampagne als erfolgreich oder weniger erfolgreich einstufe. Gleichzeitig ist genau das die Herausforderung, da man eben auch direkt sieht was funktioniert und was nicht und ob man gute Arbeit leistet oder nicht. Zusätzlich steigt natürlich auch die Konkurrenz auf den Plattformen, wodurch man immer wieder versuchen muss potenzielle Kunden auf andere Art und Weise zu gewinnen und in der Informationsflut sich von anderen abzuheben.

Spezialisiert habe ich mich im Laufe der Zeit auf Performance Creative Designs. Sprich, wie schaffe ich es durch ein Bild oder Video, Kunden anzusprechen, dass sie zunächst im Feed hängen bleiben und dann im next Step vielleicht auf die Homepage gehen und dann sogar kaufen. Dabei kann man bestimmte Tricks aus der Werbepsychologie anwenden, um bestimmte Trigger bei uns Menschen zu setzen und auszulösen. Wo ich auch schon direkt zum nächsten Punkt überleiten kann.

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen für Ihre berufliche Laufbahn mitgenommen?

Wenn ich zurückdenke würde ich sagen, dass Praktika und ein gutes Netzwerk einfach elementar wichtig sind. Außerdem, auch wenn das wie ich weiß nicht so ganz einfach ist, ist es super, wenn man schon während dem Studium herausfindet, wo die persönliche Passion liegt und in welchen Bereich man sich gerne vertiefen möchte. Denn nur wenn man auch mit Spaß an die Arbeit rangeht und wirklich dahintersteht, was man macht kann man auch richtig gut in seinem Bereich werden. Kompetenzen habe ich wahnsinnig viele mitgenommen. So nehme ich auch heute beispielsweise immer noch Skripte aus meinem Studium als Grundlage für meine Präsentationen und Vorträge. Insbesondere die Werbepsychologie Komponente meines Studiums lasse ich oft einfließen und gestalte danach auch meine Creatives für die Werbeanzeigen.

 

Gibt es eine Person, die in beeindruckender Weise Ihr Studium geprägt hat?

Rückblickend muss ich wirklich sagen, dass ich einfach wahnsinnig viel aus den Vorlesungen von Herrn Föhl und Frau Theobald mitgenommen habe. Schon während dem Studium fand ich die Inhalte wahnsinnig interessant und lehrreich. Dass ich das auch jetzt alles in der Praxis umsetzen und anwenden kann ist natürlich ideal. Auf jeden Fall gehört auch meine Mentorin Anke Weingardt dazu, die mir immer wieder gute Denkanstöße gegeben hat. Außerdem eine Person, die mich schon während dem Studium und jetzt auch danach sehr geprägt hat, ist mein ehemaliger Arbeitskollege Florian Litterst, von dem ich unglaublich viel lernen durfte.

Lena Gmeiner als Influencer

Was ist Ihre schönste Erinnerung an die Hochschule Pforzheim?

Das sind auf jeden Fall mehrere. Natürlich zählen dazu auch die vielen Side Events, die nach der Vorlesung stattfanden :-). Mein persönliches Highlight war das Praxisprojekt im 6. Semester, was zwar sehr intensiv war, aber man dadurch auch schon mal einen kleinen Einblick in die Arbeitswelt bekommen hat. Ganz klar auch mein erster REFILL.

 

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Ich würde sagen, wie oben auch schon erwähnt, ist es für sich selbst festzulegen, wo will ich hin, wo sind meine Stärken und was macht mir besonders Spaß. Gerade für den ersten Job ist die Leidenschaft für seine Arbeit sehr wichtig. Außerdem netzwerken, netzwerken, netzwerken. Heutzutage einfach so wichtig, da sich dadurch oft neue Türen öffnen können. Geht auch auf Konferenzen, Seminar, Veranstaltungen schon während dem Studium und hört euch andere Leute aus der Branche an. Hier trifft man auch immer viele coole Leute, mit denen man sich austauschen kann. Was ich für mich persönlich auch sagen kann ist, dass ich sehr froh bin, einmal eine Laufbahn im großen Unternehmen durchlaufen zu haben und dann aber auch den direkten Vergleich in einem Start-Up gesehen zu haben.

Interview geführt am 16. August 2019

 

Wer Lena Gmeiner live erleben möchte, der hat schon am kommenden Freitag, 06.12.2019, die Möglichkeit dazu.

Um 11.30 Uhr hält Frau Gmeiner einen spannenden Gastvortrag in W2.3.01 zu dem Thema "Data-Driven Performance Advertising - wie man heutzutage online erfolgreiche Werbekampagnen schaltet“.

Dazu sind Sie herzlich eingeladen!