VIA Impulse mit erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen

Seit dem Sommersemester 2009 findet jeweils zu Semesterbeginn an der Fakultät für Wirtschaft und Recht die Vortragsreihe "VIA Impulse" statt, wobei VIA für Very Important Alumni steht. Die Erstsemester sowie alle Interessierten können bei diesem Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion Einblick in den Studienverlauf und vor allem den Berufsweg einer/s erfolgreichen Absolventin/en erlangen und mit ihr/ihm gemeinsam über ihren/seinen Werdegang diskutieren und wertvolle Tipps und Insider-Informationen zu Studium und Karriere erhalten.

Die Veranstaltungsreihe ist eine Win-win-Situation für die Fakultät und für die Alumni. Denn wie Martin Frick, der im März 2013 bei VIA Impulse zu Gast war, feststellte, sind viele Alumni ihrer Alma Mater dankbar für die Ausbildung, die sie an ihr genossen haben und ganz allgemein für die vielen guten Erfahrungen, die sie von dort mitgenommen haben - und sie möchten gerne etwas zurückgeben. Die Fakultät profitiert vom Wissen der Alumni und deren Netzwerk, das für die Ausbildung der Studierenden von unschätzbarem Wert ist. So entsteht ein Zyklus von Geben und Nehmen.

 

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VIA IMPULSE mit Henrik M. Lingenhölin

Im Dialog mit den Erstsemestern: Henrik M. Lingenhölin

Zum Auftakt des Wintersemesters 2019/20 war Henrik M. Lingenhölin zu Gast an der Hochschule Pforzheim. Im Rahmen von VIA IMPULSE, der Begrüßungsveranstaltung für die 570 neuen Erstsemesterstudierenden der Business School, erzählte der Alumnus von seinen Studienzeiten, berichtete über seinen Karriereweg und gab den Studierenden Tipps für Studium und Beruf. Henrik M. Lingenhölin schloss 1991 sein Studium im Studiengang Absatzwirtschaft ab. Heute ist der gebürtige Stuttgarter Hofkammerpräsident des Hauses Württemberg und seiner Alma Mater als Präsidiumsmitglied des Beirats der Business School weiterhin eng verbunden.

„Sie haben einen Studienplatz, das ist das Wichtigste, und Sie sind an der richtigen Hochschule gelandet.“ Mit diesen ermutigenden Worten begrüßte Henrik Lingenhölin die anwesenden Studienanfängerinnen und -anfänger zu seinem Vortrag. Er erinnere sich noch gut, wie er „auf der Seite, auf der Sie heute sitzen“, saß und der Vorlesung folgte. Vor 28 Jahren schloss er den Diplomstudiengang Absatzwirtschaft ab. Nach beruflichen Stationen bei verschiedenen Banken traf er die Entscheidung, sich vom klassischen
Bankengeschäft zu verabschieden und das Angebot, Hofkammerdirektor des Hauses Württemberg zu werden, anzunehmen. Seit zehn Jahren ist er nun für die herzogliche Familie tätig, zwischenzeitlich als Hofkammerpräsident.
Die Studienanfängerinnen und -anfänger konnten zunächst nicht viel mit dieser Berufsbezeichnung anfangen. Nachdem Henrik Lingenhölin dann aber genauer von seinen Aufgaben berichtet hatte, sprach der Moderator der Veranstaltung, Prodekan Professor Dr. Markus-Oliver Schwaab das aus, was wahrscheinlich die meisten dachten: „Herr Lingenhölin hat einen Traum-Job: er arbeitet auf einem Schloss! Mit ihm würde ich gern mal tauschen.“

Als Hofkammerpräsident des Hauses Württemberg ist Lingenhölin für die private Vermögensverwaltung der herzoglichen Familie Württemberg verantwortlich. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Vermögensverwaltung in den Geschäftsfeldern Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Weinbau, aber auch die Verwaltung zahlreicher Immobilien sowie Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen im In- und Ausland. Diese Bandbreite an Verantwortungsbereichen mache seine Arbeit sehr spannend und abwechslungsreich, so Lingenhölin.

In seinem Vortrag nahm der Alumnus die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Reise in seine Vergangenheit. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zum Bankkaufmann entschied sich Lingenhölin für ein Studium an der Hochschule Pforzheim. Denn nach dem Hineinschnuppern in den Lehrbetrieb an anderen Hochschulen und Universitäten merkte er schnell, dass die Großgruppen-Atmosphäre ihm dort zu anonym und die Vorlesungen „für meinen Geschmack einfach zu voll“ waren. Was er suchte und in Pforzheim fand, waren kleine Lerngruppen, intensive Diskussionsrunden und der persönliche Austausch mit den Lehrenden. Auch beeinflusste seine Entscheidung, dass die Hochschule Pforzheim schon damals auf den vorderen Plätzen anerkannter Rankings zu finden war. Nützlich war zudem, dass Henrik Lingenhölins Großvater damals in Pforzheim wohnte. Da in seinem Häuschen noch ein Zimmer frei war, stand auch eine kostenlose Unterkunft zur Verfügung.
Während seiner Studienzeit wurde Henrik Lingenhölin schnell klar, dass es die richtige Entscheidung gewesen war, ein Studium in Pforzheim aufzunehmen. Er war vor allem über den direkten Praxisbezug der Veranstaltungen froh, den er auch in seiner Ausbildung geschätzt hatte.

Studieren in Pforzheim hatte für ihn einen hohen Wohlfühlfaktor. „Die Lernatmosphäre an der Hochschule ist wahnsinnig toll. Sie haben einen Campus mit Blick ins Tal hinunter - hier in Pforzheim lernt man einfach gern.“ Henrik Lingenhölin hofft nun, dass die nächste Generation Studierender es genauso sehr wie er schätzt, wie viel die Hochschule dafür tut, dass die Studierenden sich wohlfühlen. Dazu beigetragen, dass Lingenhölin gern in Pforzheim studierte, hat auch die Mensa. „Die Mensa war damals herausragend. Ich erinnere mich heute noch an die Linsen und Spätzle.“ Das müsse man als Schwabe einfach erwähnen, so Lingenhölin. Auch heute noch steht das typisch schwäbische Gericht alle paar Wochen auf dem Plan,darauf können die Erstsemester sich also schon jetzt freuen. Auch die Stadt Pforzheim empfand Lingenhölin immer als eine lebenswerte Stadt und legte den heutigen Studierenden ans Herz, offen zu sein und Pforzheim trotz oftmals schlechtem Ruf eine Chance zu geben.

„Die wahrscheinlich wichtigste und beste Entscheidung während meiner Studienzeit war, dass ich im Studium für acht Monate ins Ausland gegangen bin.“ Im Wintersemester 1989/90 legte Henrik Lingenhölin ein Urlaubssemester ein und absolvierte ein Praktikum bei der German American Chamber of Commerce in New York. Die Suche nach einem Praktikumsplatz und einer Unterkunft im Ausland war zu Lingenhölins Studienzeiten, ohne Internet, noch ziemlich mühsam. Das lag vor allem daran, dass die internationale Ausrichtung der Hochschule zu der Zeit noch nicht so ausgeprägt war. Heute haben die
Studierenden der Business School die Möglichkeit, studienintegriert ein Semester an einer von knapp 100 Partnerhochschulen im inner- und außereuropäischen Ausland zu verbringen. Henrik Lingenhölin fand klare Worte für die Studierenden von heute: „Ich möchte, dass in Zukunft kein Studierender die Hochschule Pforzheim verlässt, ohne Auslandserfahrung gesammelt zu haben.“ Prodekan Markus-Oliver Schwaab bekräftige in seinem Schlusswort diesen Wunsch auch von Seiten der Fakultät. „Wir unterstützen jede und jeden von Ihnen, der ein Semester im Ausland studieren möchte. Wir können in der Fakultät allen Studierenden, die ein Auslandssemester absolvieren wollen, einen Platz an einer Partnerhochschule garantieren.“

Zum Abschluss seines Vortrages richtete Lingenhölin sich mit einer Bitte an die Studienanfängerinnen und -anfänger. Da er sich der Hochschule Pforzheim sehr verbunden fühle, liege ihm viel daran, dass er jetzt, 28 Jahre nach seinem Abschluss, der Hochschule etwas zurückgeben kann, durch die Arbeit im Beirat der Business School oder Vorträge wie diesen. Dazu möchte er auch die Studierenden ermutigen. „Denken Sie nach Abschluss Ihres Studiums bitte daran, der Hochschule etwas zurückzugeben. Halten Sie den Kontakt, werden Sie Mitglied im Alumni-Netzwerk, setzen Sie sich für Ihre Fakultät ein. Wir Pforzheimer halten zusammen und können die Hochschule nur gemeinsam noch weiter nach vorne bringen. Dazu tragen Sie nach Ihrem Studium mit Ihrer aktiven Teilnahme bei“, so Lingenhölin.

Natürlich hatte Henrik Lingenhölin auch wertvolle Tipps, die er den StudenanfängerInnen gern mit auf den Weg geben wollte. Einschlägiges Fachwissen sei eine wesentliche Voraussetzung für die spätere Karriere. Aber vor allem sollten die angehenden Studierenden an ihrer Sozialkompetenz arbeiten, die laut Lingenhölin bei manchem Absolventen zu wünschen übrigließe. Daher riet er den Studienanfängerinnen und -anfängern, das Angebot der Fakultät wahrzunehmen und am SIK-Programm intensiv teilzunehmen.
Zu Beginn des Studiums werden zwei Wochen lang die sozialen und interkulturellen, aber auch die methodischen Kompetenzen gefördert. Dies geschieht im Rahmen von Trainingsseminaren zu Themen wie Kommunikation und Teamarbeit sowie einem Unternehmensplanspiel, durch das die Studierenden die Zusammenhänge betriebswirtschaftlicher Entscheidungsprozesse kennenlernen. Während ihres Studiums haben die Studierenden außerdem die Möglichkeit, sich in den zahlreichen Studierendeninitiativen der Hochschule zu engagieren. Auch bei dieser Arbeit werden die sogenannten Soft Skills gefördert, die heute bei der Personalauswahl so ausschlaggebend sind.

Eine weitere wichtige Botschaft, die Lingenhölin den Studierenden mit auf den Weg gab, war, dass man sich selbst immer treu bleiben müsse. Man solle stets hinterfragen, ob man in dem jeweiligen Moment das Richtige tut, und wenn man merkt, dass es nicht das Richtige ist, sollte man konsequent sein und sich trauen, einen Schritt in eine andere Richtung zu gehen. Ständiges Reflektieren sei eine enorm wichtige Voraussetzung dafür, im Berufsleben erfolgreich sein zu können.
Man sollte sich nicht nur auf die Fakultät konzentrieren, an der man studiert, sondern auch den Austausch mit den anderen Fachbereichen suchen, so Lingenhölin. Er betonte in seinem Vortrag, dass er es bereue, zu seiner Studienzeit das Angebot zum interdisziplinären Austausch nicht wahrgenommen zu haben. Die Studierenden im Design- und Technik-Bereich tickten ein wenig anders, daher kämen mit Sicherheit viele interessante Begegnungen zustande, sofern man offen sei und auch die Angebote der anderen Fakultäten nutze.

Im Anschluss an seinen Vortrag beantwortete Lingenhölin zahlreiche Fragen der interessierten Studierenden. Ein Studienanfänger fragte, ob auch Studierende Führungskräfte sein könnten. „Warum nicht?“, war Lingenhölins Antwort. Nicht alleine das Studium qualifiziere jemanden, Führungskraft zu sein, sondern es läge vor allem an den Studierenden selbst. Werte wie Zuverlässigkeit, Verantwortung, Verlässlichkeit und Vertrauen spielten eine große Rolle. Auf die Frage, wie er es geschafft habe, so schnell Karriere zu machen, antwortete er, dass er einige Jahre gebraucht habe, um eine Führungsposition zu bekommen. Man könne die Karriereleiter schließlich nur Schritt für Schritt hochklettern.
Aber was man vor allem brauche, sei Mut. Und „Mut gehörte auch dazu, als der Hofkammerpräsident des Hauses Württemberg zu uns nach Baden zu kommen“, scherzte Prodekan Professor Dr. Markus-Oliver Schwaab zum Abschluss dieser gelungenen VIA Impulse Veranstaltung.

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Elke Manjet bei VIA IMPULSE: „Bring everything you are – become everything you want“

Dass „VIA Impulse“ keine Ein-Weg-Kommunikation sein soll, machte Prodekan Professor Dr. Markus-Oliver Schwaab gleich zu Beginn der Veranstaltung deutlich: „Sie sind nachher gefordert!“ appellierte er an die Erstsemester, die zum Start des Sommersemesters 2019 die Chance hatten, Fragen an eine erfolgreiche Alumna zu stellen. Als Gast konnte Schwaab mit Elke Manjet eine Absolventin des Studiengangs Personalmanagement begrüßen, die im Jahr 2000 ihren Abschluss in Pforzheim gemacht hatte und heute HR Business Partner bei der SAP AG ist.

 „Auch in Pforzheim verändert sich Einiges“, stellte Elke Manjet mit einem Augenzwinkern fest und gab den Studienanfängern durch einen Video-Clip einen Eindruck, wie die SAP AG ihr Unternehmensmotto „Make the world run better and change people’s life“ in die Realität umsetzt, indem sie versucht, das Leben von jungen Menschen in Afrika durch Bildungschancen zum Positiven zu verändern. Manjet ist „stolz darauf, bei einem sozial engagierten Unternehmen tätig zu sein“ und findet es wichtig, dass Menschen nicht „abgehängt“ werden, sondern ein Verständnis dafür entwickeln, was Algorithmen mittels Daten erzeugen können. Damit war Manjet auch direkt bei der Bedeutung des Kürzels SAP: Systeme – Anwendungen – Produkte. Mit gegründet vom inzwischen 75-jährigen Hasso Plattner, der nach wie vor im Aufsichtsrat des Konzerns sitzt, verfolge SAP die Grundhaltung, seinen Mitarbeitern vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten - wie etwa eine dreimonatige Teilnahme am Bildungsprojekt in Afrika -, die Initiative müsse jedoch von Mitarbeiterseite ausgehen. Dass SAP eine global agierende Firma sei, macht Elke Manjet „wahnsinnig Spaß“: Mit Kollegen in China, Indien oder dem kalifornischen Palo Alto lerne man viel über unterschiedliche Kulturen, Sichtweisen und Herangehensweisen und gelange zu der Erkenntnis, dass man nur gemeinsam etwas gestalten könne. „Die Globalisierung ist unaufhaltsam“, so Manjets Einschätzung, „Auch hidden champions müssen sich auf andere Märkte einstellen“. Durch Trainings in interkulturellen Teams lerne man bei SAP, Verständnis füreinander zu entwickeln und sich der gemeinsamen Ziele bewusst zu werden. „Langfristig lohnt sich die Investition von Unternehmen in Teamentwicklungsmaßnahmen“, stellt Elke Manjet fest.

Der Unternehmensslogan „Bring everything you are – become everything you want“ solle ausdrücken, dass bei SAP jeder mit seiner Geschichte und Persönlichkeit, seinen Erfahrungen und dem bisher Gelernten akzeptiert werde. „Es liegt an einem selbst, den weiteren Weg zu gestalten“, erläutert Manjet die Entwicklungsmöglichkeiten bei ihrem Arbeitgeber – zwar gebe es dort definierte Karrierepfade, die aber nicht stringent befolgt würden. Unterschiedliche Kundenanforderungen, die nicht durch lineare Lösungen erfüllt werden könnten, machten eine Diversität an Mitarbeitern unabdingbar – daher sei die Persönlichkeit, wie offen und flexibel in der „Denke“ jemand sei, bei der Rekrutierung das entscheidende Kriterium. Insbesondere in der schnelllebigen Technologiebranche sei die permanente Weiterentwicklung, die Bereitschaft umzulernen und neu zu lernen, die Hauptanforderung an die Mitarbeiter, macht Elke Manjet den Studienanfängern deutlich: „Wissen hat eine kurze Verfallsdauer“. Zwar stelle das Studium eine gute Grundlage dar, dies bedeute aber nicht, sich später zurücklehnen zu können – vielmehr sei es entscheidend, als „Life long learner“ durch Trainings „dranzubleiben“ und angesichts rascher Veränderungen im Unternehmensumfeld nicht den Anschluss zu verlieren.

Rückblickend auf ihren persönlichen Lebensweg empfindet Elke Manjet, die in Rumänien geboren wurde und dort bis zu ihrem 16. Lebensjahr aufwuchs, zunächst ihre Ausbildung als Bürokauffrau „sehr spannend“, weil diese ihr deutlich machte, wie eine Firma „von innen“ funktioniere. Nach dem Erlangen der Fachhochschulreife nahm Manjet ihr Studium des Personalmanagements in Pforzheim auf, dessen starker Praxisbezug ihr ungemein hilfreiche Einblicke gewährte, welche Prozesse in einem Unternehmen abliefen. Ihre ersten Praxiserfahrungen im Rahmen von Praxissemester, Werkstudententätigkeit und Diplomarbeit sammelte Elke Manjet in unterschiedlichen Branchen, wie beispielsweise bei der Daimler AG und bei Bosch Siemens Hausgeräte. Im Anschluss an ihren beruflichen Einstieg bei Microsoft kam sie zu einem Spinoff der SAP AG und ist mittlerweile seit 17 Jahren im Konzern tätig. Die breite Grundlage ihres BWL-Studiums sei ihr dabei insbesondere in den letzten Jahren von Nutzen, weil ihr berufliches Profil sich im Lauf der Zeit ebenfalls erweitert habe und die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen eine große Rolle spiele. Manjet ermutigte die „Newies“, angestammte Pfade zu verlassen und gelegentlich ein gewisses Risiko einzugehen: „Go where the heat is – bearbeiten Sie Themen, die im Fokus stehen!“. Außerdem gab sie ihnen den Rat, sich ein Netzwerk aufzubauen – vieles laufe in der Karriere informell, abseits starrer Entscheidungswege ab, und es sei wichtig, gesehen zu werden und nicht nur Aufgaben abzuarbeiten. Und letzten Endes solle man sich Werte wie Respekt und Offenheit im Geschäftsleben bewahren und „nicht vergessen, wo man herkommt“.
 
Im Anschluss an Elke Manjets Ausführungen moderierte Prodekan Schwaab die Fragen der Erstsemester, die sich u.a. um Rekrutierungsinstrumente und Anreizsysteme bei der SAP AG sowie die Anforderungen im Hinblick auf Mobilität bzw. Auslandseinsätze und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben drehten. Als abschließende Botschaft gab Elke Manjet den Studienanfängern mit auf den Weg, sie sollten „mutig sein, sich viel zutrauen, da hin gehen, wo es nicht unbedingt komfortabel ist!“.

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Tim Alexander bei VIA IMPULSE: „Do something great“

Tim Alexander bei VIA Impulse

Lust machen aufs Studium soll die Veranstaltung VIA Impulse, betont Prodekan Professor Dr. Markus-Oliver Schwaab, und zeigen, wie Alumni das Studium in Pforzheim als Sprungbrett für ihre Karriere genutzt haben. Am 2. Oktober, zum Auftakt des Wintersemesters, stellte Schwaab den erwartungsvollen Erstsemestern im voll besetzten Audimax einen ausgesprochen erfolgreichen Alumnus vor: Tim Alexander hat 2002 sein Studium im Studiengang Werbung abgeschlossen und ist heute Chief Marketing Officer bei der Deutschen Bank AG.

„Vor 20 Jahren saß ich da, wo ihr jetzt sitzt“, wandte sich Tim Alexander an die Newies. Angeschaut hatte er sich die Stadt Pforzheim und damit seinen künftigen Studienort vor Semesterbeginn nicht und war zunächst ernüchtert. Rückblickend habe sich die Zeit in Pforzheim aber als „beste Zeit, die ich hatte“ erwiesen. Während des Studiums seien Freundschaften entstanden, die bis heute andauern, etwa zu seinem Kommilitonen Alexander Binder, mit dem er die studentische Werbeagentur „Werbeliebe“ gegründet hatte und der heute Head of Planning bei Jung von Matt/Neckar ist.

Nach seinem Studienabschluss hatte Tim Alexander das Ziel vor Augen, große Marken zu entwickeln, die für etwas stehen. Seine erste beruflich Station war bei smart unter dem Dach der Daimler AG. Anschließend führte ihn sein Weg zurück zur Werbeagentur Grey, wo er vor dem Studium eine Lehre als Werbekaufmann absolviert hatte, und dann weiter zu Saatchi & Saatchi. Es folgte der Wechsel zu Telefónica Germany in München, wo er O2 in den deutschen Markt einführte und mit bekannten Werbegesichtern wie Franz Beckenbauer und Veronica Ferres arbeitete. Nach knapp vier Jahren als Leiter Marketing & Kommunikation bei der Swisscom AG in der Schweiz wechselte Alexander im Sommer 2017 zur Deutschen Bank. Sein Ziel ist es, die Deutsche Bank AG wieder als „Power Brand“ zu positionieren und ein klares Markenversprechen zu entwickeln.

Was Tim Alexander nach eigenem Bekunden als Person ausmacht, ist in erster Linie seine Energie. Sie zeigt sich insbesondere darin, dass er Menschen für seine Ideen begeistern kann. Eng damit verbunden sind für ihn Engagement, die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, und seine Kommunikationsfähigkeit. „Kommunikation ist der Rohstoff des neuen Zeitalters, Ideen austauschen ist der Schlüssel für alles“, so Alexander. „Wenn ich etwas nicht kommunizieren kann, kann ich es nicht umsetzen und kein Geschäft machen“.

Seine „Navigation“ im Berufsleben basiert auf fünf Prinzipien und zwei „Add-ons“: An erster Stelle steht für Alexander, einfach und direkt zu sein und bei Werbebotschaften keine unverständlichen Aussagen zu senden. Eine Marke muss seiner Ansicht nach emotional positioniert werden, daher möchte er die Deutsche Bank als vertrauenswürdigen Begleiter, der kompetent, zugänglich und inspirierend ist, darstellen. Das Streben nach Qualität ist ein weiterer Punkt seiner Agenda, ebenso wie die maximale Fokussierung des Kunden. Letztlich gelte es auch immer, überraschend zu sein und Mut zu zeigen, indem man gegen interne Vorbehalte Ideen durchsetze und auch mal ein Einhorn in einer Werbeanzeige für eine eher als konservativ geltende Bank platziere, wie von ihm praktiziert. Ergänzt werden die beruflichen Eckpfeiler von Tim Alexander durch die Prinzipien des „Runden Tischs“, an dem zusammengearbeitet wird, und des digitalen Leadmanagements. „Do something great“ war Alexanders abschließende Botschaft an die Studienanfänger. Er ermutigte sie, die Chancen aus ihrem Studium in Pforzheim zu nutzen.

An Tim Alexanders Vortrag schloss sich eine angeregte Diskussion an, bei der die Erstsemester – moderiert von Prodekan Schwaab – eine Fülle von Fragen stellten. Tim Alexander riet den Studierenden, bei den ersten Jobs nicht das Geld in den Vordergrund zu stellen, sondern vielmehr Praktika zu suchen, die sie fachlich voranbringen. Sein Werdegang habe weniger mit Glück zu tun gehabt, sondern sei hauptsächlich das Ergebnis harter Arbeit und effizienten Vernetzens: „Ich habe mir Mühe gegeben, viel zu lernen und viele Leute zu treffen – wenn man nur auf das Glück vertraut, kommt man nicht weit“, so Alexander. Seine
berufliche Laufbahn habe es auch mit sich gebracht, alle vier Jahre umzuziehen: „Wer Karriere machen will, muss mobil sein“.

Rückblickend auf das Studium betonte Tim Alexander, dass er das meiste Fachwissen im Lauf seiner Karriere gebraucht hat – auch wenn er im Studium selbst über Grundlagenfächer wie Operations Research „viel geschimpft“ habe. Die Abschlussnote sei für seine Karriere weniger wichtig gewesen als das Netzwerk und die Personen, mit denen man gearbeitet habe und die seine Fähigkeiten bestätigen konnten. Sein ehemaliger Professor Richard Linxweiler, der gespannt die VIA Impulse Veranstaltung verfolgte, erinnert sich noch sehr gut an den Studenten Tim Alexander. „Tim war stets neugierig und begeisterte sich schnell für neue Aufgaben. Er war nie ein Einzelplayer, sondern hat sich immer seine Teams zusammengesucht“, erinnert sich Linxweiler. „Diese Art, Leute mit ins Boot zu holen, fand ich beeindruckend“. Auch hätten die Teams um Tim Alexander häufig Ergebnisse geliefert, „die man nicht erwartet hätte“ und Aufgabenstellungen unter einem neuen Aspekt betrachtet.

Seine jetzige Position bei der Deutschen Bank wurde ihm angeboten und er habe zugegriffen, da die Aufgabe spannend war und ihm Freiheiten bei seiner Tätigkeit eingeräumt wurden. Er sieht genügend Kompetenzen bei seinem Arbeitgeber und glaubt daran, etwas verändern zu können. Seit seinem Jobantritt verfolgt er – wie bei allen vorherigen beruflichen Stationen – einen Masterplan: „Durch den ‚Adlerblick’ von außen erarbeite ich eine Gedankenskizze, daraus entsteht dann zusammen mit den neuen Kollegen ein ‚Think Book‘, aus dem über die Zeit ein detailliertes ‚Brand Book‘ wird“. Sein persönlicher Ausgleich, um Probleme nicht mit in den Schlaf zu nehmen, ist das konsequente Trainieren von Tai Chi. Obwohl er viel in die Karriere investieren musste, hat er einen guten Freundeskreis und das Privileg eines freien Wochenendes. Zwar gebe es oft repräsentative Aufgaben und Abendtermine, aber: „Freitags um 14 Uhr ist Schluss“.

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„Finden Sie raus, was Sie gerne machen!“ – VIA Impulse mit Hans-Jürgen Bill

VIA Impulse mit Hans-Jürgen Bill

Prodekan Prof. Dr. Markus-Oliver Schwaab konnte den Erstsemestern der Business School am 1. März 2018 mit Hans-Jürgen Bill einen Alumnus vorstellen, der vor 35 Jahren sein Aufbaustudium des Wirtschaftsingenieurwesens in Pforzheim abschloss und danach bei zwei Global Playern einen beeindruckenden Karriereweg beschritt: zunächst bei Siemens, wo seine Stationen im Vertrieb eine gute Schule für seine weiteren Einsatzgebiete waren, anschließend bei Nokia, wo er es bis zu seiner heutigen Position als Chief Human Resources Officer brachte, in der er die Verantwortung für alle personellen Belange von 100.000 Mitarbeitern trägt.

 

Das Glück des Tüchtigen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, und dann den Mut zu haben, sich beruflich ins kalte Wasser zu stürzen – damit lässt sich die Laufbahn von Hans-Jürgen Bill in aller Kürze zusammenfassen. Die Studienanfänger des diesjährigen Sommersemesters an der Business School verfolgten gespannt die Ausführungen des Personalchefs eines Unternehmens, das um die Jahrtausendwende mit einem Marktanteil von 42% Weltmarktführer bei Mobiltelefonen war und sich einige Jahre später komplett neu erfinden musste. Nokia, nach einer 30.000-Einwohner-Stadt in Zentralfinnland benannt, hat eine 150 Jahre lange, wechselhafte Geschichte hinter sich: Von der Papiermühle über die Herstellung von Gummistiefeln und Elektrokabeln hin zur Telekommunikations- und Netzwerkbranche musste sich das Unternehmen immer wieder neu ausrichten. Aktuell ist das Hauptgeschäftsfeld die Telekommunikationsinfrastruktur, wie z.B. Mobile Netze, Internet Router, Festnetze, sowie die Digital Health Sparte. Nokia-Mobiltelefone positionieren sich inzwischen über Brand Licensing als Nummer vier auf dem Handymarkt. „Global“ ist der Begriff, der den Kern der Kultur bei Nokia nach Hans-Jürgen Bills Einschätzung am besten umschreibt – die weltweite Verteilung und Vernetzung zeigt sich unter anderem darin, dass der multikulturell zusammengesetzte Vorstand nicht nur in der Unternehmenszentrale im finnischen Espoo, sondern teilweise ebenso im Silicon Valley angesiedelt ist. Virtuelle Zusammenarbeit und regelmäßige Treffen in den USA und anderen Regionen gehören zum Alltag der Vorstandsmitglieder, die Kommunikation ist im Zusammenspiel innerhalb virtueller Teams ein entscheidender Erfolgsfaktor.

 

Nach seinem Ingenieurstudium, das Hans-Jürgen Bill 1981 abschloss, entschied er sich im Anschluss an eine Studienberatung für das Aufbaustudium Wirtschaftsingenieurwesen in Pforzheim. Er empfand die Kombination aus Wirtschaft und Technik als „tolle Sache“, die ihn in seinem Bestreben, nicht als reiner Ingenieur zu arbeiten, entscheidend weiterbrachte. Den heutigen Wirtschaftsstudierenden empfahl er, bei ihren Studienschwerpunkten im BWL-Bereich die technischen Aspekte und Entwicklungen nicht aus dem Auge zu lassen und auch mal auf die „andere Straßenseite“ des Pforzheimer Campus zu gehen, um einen Blick in die Labore der Fakultät für Technik zu werfen. „Man muss nicht alles verstehen, aber Interesse zeigen“, so der Ratschlag von Bill. Er unterstrich die zunehmende Bedeutung der Technologie als entscheidenden Faktor für die Qualifikation von Mitarbeitern: „Eine klare Trennung von BWL und Technik funktioniert nicht mehr.“

 

Bill begann seinen beruflichen Werdegang bei Siemens in München im Vertrieb, wo er auch ungeliebte Aufgaben wie die Kaltakquise bei bayerischen Mittelständlern erhielt. Dies stellte sich als vorteilhaft für die Entwicklung seiner Sozialkompetenz heraus, die in seiner heutigen Position von unschätzbarem Wert ist: „Der Vertrieb war eine gute Schule, den Umgang mit Leuten zu üben.“, so Bill. Nach ein paar Jahren erhielt er die Chance, nach Madrid zu gehen, wo er sich die Landessprache neben der Arbeit erst noch aneignen musste. Zurück in Deutschland holte ihn sein ehemaliger Chef zur Mobilfunksparte von Siemens und Hans-Jürgen Bill ging für vier Jahre nach Jakarta, wo er einen Unternehmenszweig mit 800 Mitarbeitern aufbaute. Die Zeit in Indonesien hat er als „Abenteuer“ positiv in Erinnerung: „Ich bin immer noch Asien-affin“, so Bill. Bis 2006 leitete er anschließend das Mobilfunkgeschäft für Europa und später Asien, dann kam der Zusammenschluss „Nokia-Siemens-Network“. 2009 wurde ihm das Angebot unterbreitet, den Human Resources Bereich zu übernehmen, von dem Hans-Jürgen Bill nach eigenem Bekunden „überhaupt keine Ahnung“ hatte. In solchen Situationen, wo es gelte, weitreichende Entscheidungen zu treffen, sei es hilfreich, die Meinung von Anderen, die einen gut einschätzen können, einzuholen. Ein Bekannter half ihm seinerzeit bei der Entscheidungsfindung, indem er ihm seine Fähigkeit vor Augen hielt, gut mit anderen Menschen umgehen zu können – nicht zuletzt aufgrund seiner „Vertriebsvergangenheit“. Den Studierenden gab Bill in diesem Zusammenhang den Ratschlag, sich ein Netzwerk zu bauen, z.B. aus Kommilitonen, und sich einen beruflichen Mentor zu suchen, um sich selbst reflektieren zu können. Die Entscheidung für den Personalbereich mit bis zu 1.200 Mitarbeitern hat sich letztlich als „Traumjob“ entpuppt – auch wenn Bill anfangs nicht wusste, ob er das will und kann. An dieser wie auch an anderen Punkten seiner Karriere habe es sich als richtig herausgestellt, Chancen zu ergreifen und auszuprobieren, ob die neue Aufgabe zu ihm passt. „Machen Sie das, was Ihnen Spaß macht!“ riet Hans-Jürgen Bill den Erstsemestern, nur dann könne man stark und erfolgreich sein. Ausprobieren sei sehr wichtig: „Lieber merken, dass etwas falsch ist, und die Konsequenzen daraus ziehen.“ Praxiserfahrungen während des Studiums seien unerlässlich, um einschätzen zu können, was im Beruf auf einen zukomme und was einem liege: „Die Augen offen halten, nicht auf festen Gleisen fahren, Jobs und sich selber kennenlernen“, so sein Tipp. Auch solle man die eigenen Erwartungen nicht zu hoch setzen, da bei Nicht-Erreichen allzu hoch gesteckter Ziele nur Frustration drohe.

 

Auf die Frage eines „Newies“, welche Ziele er vor seinem Studium hatte und wie sich diese im Verlauf der Zeit verändert hätten, erinnerte Bill sich daran, dass es eher eine Neigung zur Technik war, er sich aber nicht als „Nerd“ in einer Labortätigkeit sah, sondern gern mit Menschen zu tun haben wollte. Er konnte nach eigener Einschätzung „ganz gut verkaufen“, sein soziales Verständnis habe sich dann im Lauf der Zeit immer weiter entwickelt.

 

Wie seine Aufgabe als Personalleiter von 100.000 Mitarbeitern aussieht und wie er sich den „Personaljob“ angeeignet hat, war Inhalt einer regen Diskussion zwischen Hans-Jürgen Bill und den Erstsemestern, moderiert von Prodekan Markus-Oliver Schwaab. Soziale Kompetenz stellte sich als zentrale Eigenschaft heraus, die man als Personalchef eines Global Players wie Nokia mitbringen muss, um in Auswahlgesprächen die geeigneten Führungskräfte zu verpflichten und die richtigen Entscheidungen für das Unternehmen zu treffen. Als Chef sieht Bill sich mehr als Teamleader und Coach denn als hierarchischer Vorgesetzter - letzteres würde zur egalitären Kultur in Finnland und der Open-Door-Policy bei Nokia auch gar nicht passen. Das Thema Human Resources hat er sich mit „Learning by doing“ erschlossen; bei Fachthemen kann er auf viele Experten in seinem Team zugreifen – entscheidend für Bill ist, dass er „das Geschäft versteht“. Bei einem weltweit agierenden Unternehmen mit vielen Mitarbeitern in u.a. Indien, China und den USA heißt dies konkret, dass er Antworten auf Fragen wie „Welche Kompetenzen brauchen wir im Unternehmen, um in Zukunft erfolgreich zu sein?“ findet, im Rahmen des Leadership Development Führungskräfteprogramme entwirft und die Kultur bei Nokia entwickelt. Dabei ist nicht nur wichtig, wie die Außenwahrnehmung ist, sondern im Hinblick auf die Mitarbeiterbindung in erster Linie auch die interne Wahrnehmung: „Die Leute  bleiben im Unternehmen, wenn sie sich dort wiederfinden, wenn gemeinsame Werte vorhanden sind“, ist sich Hans-Jürgen Bill sicher. Ethnische Hintergründe oder Nationalitäten treten bei Nokia gegenüber Qualifikation, Kompetenz und Flexibilität klar in den Hintergrund – was sich im multikulturell aufgestellten Vorstand widerspiegelt und sich motivierend auf die Mitarbeiter auswirkt.

 

Das Thema „Ausland“, insbesondere der Einfluss von Auslandserfahrungen auf die Karriere und wie es ist, längerfristig im Ausland zu leben und arbeiten, war für die Studienanfänger im Hinblick auf ihre Zukunftsplanung ebenfalls spannend. Natürlich sei es manchmal „tough“ und unbequem, die Zelte hinter sich abzubrechen und sich in einem anderen Land zurechtzufinden. Man verliere Verbindungen zum alten Umfeld und habe auch mit Heimweh zu kämpfen. Die Vorteile überwiegen für Hans-Jürgen Bill aber eindeutig: „Man nimmt immer mehr mit, als man gibt, weil man sehr viel für die persönliche Weiterentwicklung lernt und Erfahrungen sammelt.“. Aus Sicht eines Personalverantwortlichen ist ihm ein Lebenslauf mit „Ecken und Kanten“ lieber als ein „Einserabschluss“, der sehr „glatt“ daherkommt: „Man lernt aus Fehlern – und wie man sie korrigiert – nicht aus Erfolgen“, so Bill. Er selbst würde sich aus heutiger Sicht wieder für denselben Studiengang entscheiden wie damals, auch wenn nicht alle Studienfächer Spaß gemacht haben – entscheidend für ihn sei, dass er in beruflicher Hinsicht immer das Glück gehabt habe, etwas zu machen, was ihm gelegen ist.

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„Leadership reloaded“ - immer am Ball bleiben und neue Wege beschreiten

Am 27. September 2017 war mit Jeannette Weisschuh eine Alumna als Referentin bei der Erstsemesterveranstaltung „VIA Impulse“ zu Gast, die rund drei Jahrzehnte nach dem eigenen Studienbeginn ihrer Hochschule in vielfältiger Weise verbunden ist: Als Mitglied des Beirats der Fakultät für Wirtschaft und Recht und Mitglied des Hochschulrats leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung von Business School und Hochschule. Der permanente Antrieb, nicht stehen zu bleiben und sich selbst immer weiterzuentwickeln und dabei auch neue Wege zu beschreiten wurde in ihrem Vortrag zum Thema „Leadership reloaded“ deutlich. Im vollbesetzten Audimax erläuterte die Absolventin des damaligen Studiengangs Werbewirtschaft und weltweit als Direktorin  für Corporate Affairs bei Hewlett Packard Enterprise tätig, welche Kriterien entscheidend für erfolgreiche Führung  sind. Sie ermutigte die Studienanfänger, Gegebenheiten immer wieder kritisch zu hinterfragen, sich selbst zu reflektieren und gesellschaftliche Entwicklungen aktiv zu verfolgen. "Viele Jobs von morgen gibt es heute noch nicht“, so Weisschuh, zudem würden immer mehr Jobs zu Arbeitstätigkeiten reduziert, die wieder verschwinden – hier gelte es, Entwicklungen zu erkennen, am Ball zu bleiben und nicht an bestehenden Prozessen festzuhalten. Sie selbst habe sich etwa alle zwei Jahre neuen Herausforderungen gestellt. Es gelte möglichst flexibel auf  Entwicklungen zu reagieren und dabei auf wichtige Kompetenzen wie Creativity, Critical Thinking, Collaboration und Communication (4C's) zu setzen. Auch Lebenslanges Lernen bekomme einen neuen Stellenwert.   „Jeder kriegt das, was er bereit ist, zu investieren“, so Weisschuh im Hinblick auf das künftige Berufsleben der jetzigen „Newies“ der Business School. Wichtig sei in Zeiten immer flacherer Hierarchien in Unternehmen die vielfältigen Möglichkeiten  von Leadership auf allen Ebenen zu nutzen. Mehr denn je komme es auch auf Zusammenarbeit und  Vernetzung mit andren an, um erfolgreich zu sein – dies könne an der Pforzheimer Hochschule ideal geübt werden, indem man auch Impulse von den anderen Fakultäten Technik und Gestaltung mitnehme.

 
Jeannette Weisschuh, selbst passionierte Läuferin, richtete ihren Vortrag an einem afrikanischen Sprichwort aus, welches besagt, dass sowohl die Gazelle als auch der Löwe in dem Wissen erwachen, dass sie schnell laufen müssen, um zu überleben. Übertragen auf Studium und Karriere sei es ratsam, mitunter schnell aber auch mit anderen gemeinsam zu laufen, sich frühzeitig nach Zielen zu orientieren und diese konsequent zu verfolgen. Vor allem Bereiche zur Lösung von gesellschaftlichen Problemen wie Umwelt, Gesundheitswesen oder Bildung könnten richtungsweisend sein und den Leadern von morgen spannende Aufgaben bieten, die zu großer beruflicher Erfüllung führen könnten. Weisschuh war in den letzten zehn Jahren für Aufgaben zu gesellschaftlichen Fragestellungen in Europa und weltweit verantwortlich und wurde für die Entwicklung von zukunftsweisenden Konzepten zu verbesserten Lehr- und Lernmethoden in der Bildung mehrfach ausgezeichnet. Sie ermutigte die Erstsemester sich frühzeitig mit den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen vertraut zu machen und zu überlegen, wo jeder in seinem Umfeld einen Beitrag leisten und Verantwortung übernehmen könne.
Mit der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft bieten sich vielfältige neue Chancen aber auch Herausforderungen für die Führungskräfte von morgen. Es gelte, diese Entwicklungen aktiv mit zu gestalten. Dabei komme es nicht unbedingt darauf an, dass Führungskräfte neue Richtungen vorgeben sondern Impulse setzen und die Mitarbeiter zum Finden neuer Antworten motivieren.  Es komme  mehr denn je auf motivierte Mitarbeiter und eine neu gelebte Vertrauenskultur an, die von Führungskräften entscheidend geprägt werden müsse.

 
Zum Abschluss ihres Vortrags gab sie den Erstsemestern den Rat, an einem Thema zu arbeiten, das sie wirklich interessiert, dieses mit Leidenschaft zu verfolgen und möglichst frühzeitig praktische Erfahrungen zu sammeln. Sie selbst sei ihrem Ziel immer treu geblieben, weil die Verbindung zwischen Kommunikation und Unternehmertum sie von Anfang an fasziniert habe. Während ihrer Studienzeit sei sie journalistisch in der studentischen Initiative MD (Marketing Digest) aktiv gewesen und hätte ihre Kenntnisse im Rahmen von Studentenjobs und Praktika bei Medien und Unternehmen u.a. während eines Auslandsaufenthalts in den USA weiter entwickelt. "Ergreift die Möglichkeit und geht raus in die Welt!" riet Jeannette Weisschuh den Studierenden zu einem Auslandsaufenthalt. "Die Hochschule Pforzheim bietet dazu interessante Förderprogramme an."

 
Prodekan Prof. Dr. Markus-Oliver Schwaab dankte Jeannette Weisschuh für die Impulse aus ihrem Vortrag und moderierte die anschließende Fragerunde. Von der Studienwahl über Unterschiede in Unternehmenskulturen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis hin zu den Herausforderungen der Digitalisierung und ihren persönlichen Zielen hatten die Erstsemester zahlreiche Fragen an die Expertin für Unternehemskommunikation und Corporate Affairs. An der Hochschule Pforzheim habe sie in der Studienzeit von Anfang an interessiert, Lösungen selbst zu gestalten – die Verbindung zur Praxis mit Projektarbeiten in Unternehmen sei hier ideal gewesen. Auch die Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen, empfand sie rückblickend als „sehr überzeugend“. Für die Übergangsphase vom Studium in den Beruf empfahl sie, stets engen Kontakt zur Praxis zu halten und Kontakte zu pflegen, sich jedoch auch darüber klar zu werden, was man nicht werden wolle. Im Berufsleben sei es ihrer Erfahrung nach immer wichtig, offen im Austausch zu sein und eng mit den anderen Menschen zusammenzuarbeiten, um durch eine Vertrauenskultur innerhalb des Teams Projekte gemeinsam zum Erfolg zu bringen. Beim Spagat zwischen Familie und Beruf biete gerade die Digitalisierung, bei der Deutschland zur Zeit noch  zurückbleibe, gute Möglichkeiten wie beispielsweise flexible Arbeitszeiten und Homeoffice. Einen konkreten Karriereplan für ihr Berufsleben hatte Weisschuh nicht von Anfang an, eines wollte sie aber immer: weiterkommen und mehr Verantwortung übernehmen . „Es gehört auch Glück dazu, in eine Umgebung zu kommen, wo die eigene Tätigkeit wertgeschätzt wird“, so ihre Einschätzung. Prof. Dr. Schwaab rief den „Newies“ abschließend nochmals den Aphorismus zum Thema Laufen in Erinnerung und gab ihnen für ihre nun beginnende Studienzeit mit auf den Weg, auch mal alleine zu laufen, wenn es auf Schnelligkeit ankäme, besser aber zusammen zu laufen, um weite Strecken zurück zu legen.

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VIA Impulse mit Manuel Oehmke

Im März 2009 stand mit Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Adolf Würth GmbH, der erste Alumnus vor den Studienanfängern des damaligen Sommersemesters, um ihnen Einblicke in seinen Werdegang zu gewähren – acht Jahre später hat sich aus dem Pilotprojekt „VIA Impulse“ ein Erfolgsmodell entwickelt, das stets auf großes Interesse bei den Erstsemestern der Business School stößt.

Zwei Wochen vor dem offiziellen Semesterstart hatten sich im Rahmen des SIK-Programms, das zur Förderung der Sozial-, Methoden- und Interkulturellen Kompetenz der Studierenden dient, auch dieses Mal rund 200 „Newies“ im Audimax eingefunden, als Manuel Oehmke unter dem Titel „Mein Weg in der Konsumgüterbranche – mit Ausdauer und Bescheidenheit“ von seiner beruflichen Laufbahn berichtete.
Für Prodekan Prof. Dr. Markus-Oliver Schwaab war es eine Premiere: Er hat die Veranstaltungsreihe „VIA Impulse“ zum Sommersemester 2017 übernommen und freute sich als Professor im Studiengang Personalmanagement und aktueller Leiter des Personal Forums an der Hochschule Pforzheim, mit Manuel Oehmke einen „Personaler-Alumnus“ als Referenten begrüßen zu dürfen. Der Business School sei es wichtig, so Schwaab, den Studierenden zu vermitteln, was aus Pforzheimer Absolventen werden kann – die Voraussetzungen seien gegeben, nach dem Ende des Studiums erfolgreich tätig zu sein.
Manuel Oehmke hatte sein Studium des Personalmanagements 2004 abgeschlossen und war seither bei einigen namhaften Unternehmen in der Konsumgüterindustrie tätig.  Zwar lagen die beruflichen Interessen des passionierten Tennisspielers und US-Sport-Fans zu Abitur-Zeiten eher im Bereich Sportmanagement. Nach einer einjährigen Tätigkeit im IT-Support bei IBM nahm er zum Wintersemester 1999 jedoch sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Pforzheim auf, zunächst mit dem Schwerpunkt Beschaffung und Logistik, mit der Intention, sich Richtung Einkauf zu orientieren. Durch verschiedene Praxisvorträge an der Hochschule wurde jedoch sein Interesse am Personalmanagement geweckt, das sich für ihn zu einer Leidenschaft entwickelte. Aufgrund dieser Erfahrungen gab er den Studienanfängern den Rat, die Zeit während des Studiums zu nutzen, um verschiedene Dinge auszuprobieren und Praxiserfahrungen zu sammeln, um herauszufinden, in welchen Bereich man besonders gut aufgehoben sei. „Wenn Sie einen Traum haben, halten Sie daran fest – keiner steht Ihnen im Weg, außer Sie selbst“, so Oehmke.
Sein zweites Praxissemester absolvierte Oehmke nicht bei einem der „global player“, sondern entschied sich mit der AHG Autohandelsgesellschaft mbH für ein mittelständisches Unternehmen, wo er Einblick in diverse Bereiche nehmen konnte und anschließend als Werkstudent und Diplomand tätig war. Die erste berufliche Station nach dem Studienabschluss führte Manuel Oehmke zu Breuninger nach Stuttgart, da er in die Konsumgüterbranche einsteigen wollte. Als sich ihm nach einem Jahr die Chance bot, ins operative Personalmanagement zu wechseln, ging er zu Hugo Boss nach Metzingen, wo er einige Jahre als Human Resources Manager arbeitete und eine große Bandbreite an Erfahrungen sammeln konnte. Ein vorgesehener Auslandseinsatz in New York zerschlug sich zwar im letzten Moment, aber auch das gehöre dazu: „Es läuft nicht immer alles glatt. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihrer Karriere die Chance zu geben, sich zu entwickeln“, so Oehmkes Ratschlag an die Erstsemester. Er sei dennoch zunächst bei Boss geblieben, wo er eine tolle Unternehmenskultur erlebt habe und von einem beruflichen Mentor begleitet wurde.  2011 wechselte er in die Schweiz zur Holy Fashion Group, die Marken wie Strellson, Joop und Windsor unter ihrem Dach hat. Durch seinen Mentor, der an ihn und seine Fähigkeiten geglaubt habe, machte er seine ersten Führungserfahrungen und stieg rasch zum Head of Human Resources auf.

Ausschlaggebend für Oehmkes nächsten beruflichen Schritt war der Wunsch, nach vier Jahren im Ausland nach Deutschland zurückzukehren. Anfang des vergangenen Jahres übernahm er bei Pernod Ricard, einem „global player“ im Wein- und Spirituosengeschäft mit Marken wie Havana Club, Ramazzotti und Absolut, als Geschäftsführer Human Resources die Gesamtverantwortung Personal für Deutschland, Österreich, Schweiz und die Benelux-Länder. „Große Marken verleiten dazu, die Bodenhaftung zu verlieren – Selbstreflexion ist da sehr wichtig“, so Manuel Oehmke am Ende seines Vortrags. Sich selber nicht so wichtig nehmen und sich im Zweifelsfall auf sein Bauchgefühl zu verlassen, war sein abschließender Tipp für die Studienanfänger, oder wie George Ballantine es ausgedrückt habe: „Sei du selbst. Sei authentisch und aufrichtig, dann verdienen deine Erlebnisse, dass auf sie angestoßen wird.“

Im Anschluss stellten die Erstsemester zahlreiche Fragen an Oehmke. „Gehen Sie ins Ausland!“, war ein Appell von Oehmke, der dies als einen Punkt in seiner Studienzeit sah, bei dem er sich heute anders entscheiden würde: „Es ist wichtig, den Schritt raus aus der Komfortzone zu wagen.“ Außerdem würde er mehr auf sein Bauchgefühl hören, was den Studienschwerpunkt angehe. Es mache keinen Sinn, an etwas festzuhalten, was „nicht Ihres ist“, so Oehmke, aber es sei manchmal nötig, Durchhaltevermögen zu beweisen und nicht vorschnell aufzugeben – auch im späteren Berufsleben sei „Job-Hopping“ keine Lösung. Wenn man beispielsweise im Kollegenkreis nicht auf einer Wellenlänge sei, solle man versuchen, seine Motivation aus den inhaltlichen Aspekten der Arbeit zu ziehen. Die Highlights aus seiner Studienzeit waren für Manuel Oehmke die Seminararbeiten und der sich daraus ergebende enge Kontakt zu Unternehmen in der Praxis. Von unschätzbarem Wert fürs Berufsleben seien neben den fachlichen Themen des Studienschwerpunkts die erworbenen Methodenkompetenzen gewesen. „Schauen Sie am Anfang nicht aufs Geld!“ lautete Oehmkes Ratschlag für den beruflichen Einstieg. Entscheidend sei, ob das Unternehmen zu einem passe und der Job das böte, was man erreichen wolle. Außerdem sei auch während des Studiums mit seinen stressigen Prüfungsphasen eine gute Work-Freetime-Balance wichtig, um  durch Sport oder ein anderes Hobby den Kopf freizubekommen.
„Seien Sie motiviert, zeigen Sie Engagement und Begeisterungsfähigkeit und bleiben Sie sich selber treu“, gab Manuel Oehmke den „Newies“ abschließend mit auf den Weg.

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"Die Augen müssen funkeln"

Prof. Dr. Elke Theobald (link) im Gespräch mit Katrin Gloß, Partnerin bei KPMG

„VIA Impulse“ (oder in Langform: Impulse einer oder eines „very important alumnus“) lautet der Titel einer bereits im achten Jahr stattfindenden Erstsemester-Veranstaltung, in denen erfolgreiche Absolventen über ihren Werdegang berichten sowie den frisch eingeschriebenen Studierenden Rede und Antwort stehen.

In der 16. Auflage der Reihe war Mitte September Katrin Gloß zu Gast, Partner, Audit – Governance & Assurance Service bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Gut 450 Mitarbeiter bekleiden deutschlandweit diese höchste Karrierestufe, davon sind gerade einmal 10 Prozent Frauen.

Dieser Karriereweg war der Pforzheimerin dabei nicht gerade in die Wiege gelegt: Nach dem Abitur 1994 und einer Ausbildung zur Steuerfachangestellten studierte sie bis 2001 Steuer- und Revisionswesen an der Business School und stieg anschließend als Prüfungsassistentin bei KPMG ein.

Aber Wirtschaftsprüferin? Vermutlich gab der Kommentar eines Mitglieds ihrer Lerngruppe den letzten Ausschlag: „Das kriegst Du eh nicht hin!“. Doch, sie kriegte. Trotz einer durchgefallenen Wirtschaftsprüfungs-Klausur im Grundstudium. 2008 wurde sie zur Wirtschaftsprüferin und 2015 zum Partner bestellt.

Hat sie im Studium etwas vermisst? Ja! „Ich bereue, nicht in der Welt draußen gewesen zu sein“, so Gloß. Auslandsreisen könnten ein Auslandssemester nie ersetzen. Ausdrücklich ermutigte sie die Studierenden, diese Chance nicht verstreichen zu lassen – immerhin gibt die Studien- und Prüfungsordnung ausreichend Luft, ein Semester im Ausland einzuschieben und sich die erworbenen Credits hier anrechnen zu lassen.

Aber Hochschulen für Angewandte Wissenschaften haben durchaus noch andere Vorteile zu bieten! Ein Universitätsabschluss verspricht ein besseres Einstiegsgehalt? Katrin Gloß verneint: Inzwischen zahle die Wirtschaft HS-Absolventen teilweise schon mehr, da diese vom ersten Tag an voll einsatzbereit sein – reichlich Praktika machen da den Unterschied zur eher wissenschaftlich orientierten Uni-Ausbildung, wie auch Prodekanin Prof. Dr. Elke Theobald betonte. Zwar gäbe es noch einen Gehaltsunterschied zwischen Bachelor- und Master-Absolventen, aber jeder könne den Master auch nachträglich oder berufsbegleitend erwerben. Aber selbst ohne Master müssten sich die Studierenden heute auf lebenslanges Lernen einstellen, Stichworte Industrie 4.0 und Digitalisierung – „Sie können sich nicht mehr auf das zurückziehen, was Sie einmal gelernt haben“, so Gloß.

Wenn es im Falle von KPMG nicht auf die Form des Abschlusses ankommt – auf was denn dann? Katrin Gloss, die selber Einstellungsgespräche führt, rät zur Ehrlichkeit: „Stellen Sie nichts da, was Sie nicht sind.“ Fachwissen, Auslandserfahrung, auch die menschliche Komponente ist wichtig. „Beim Bewerber müssen auch die Augen funkeln!“ Und ja: Bewerber werden gegoogelt, auch für Praktkumsplätze. „Bereinigen Sie Ihre Profile und schaffen Sie sich professionelle neue“, empfahl Dr. Theobald augenzwinkernd den neuen Studierenden.

Eine weitere Frage der Studierenden drehte sich um die Work-Life-Balance – hat man die in diesem Job überhaupt? Abgesehen davon, dass Wirtschaftsprüfung ein Saisongeschäft ist, gilt für jeden Beruf: Es muss Spaß machen! Macht es keinen: Ändern! Selbst eine Familiengründung sei heutzutage immer besser mit dem Beruf vereinbar – Unternehmen schaffen KiTa-Plätze, auch junge Väter würden aktiv unterstützt.

Und wie finde ich jetzt den richtigen Beruf, was mache ich, wenn ich das Gefühl habe, das falsche zu studieren? Prof. Theobald verweist auf die 1200 Praktika-Stellen, die aktuell über die Praktikumsbörse der Hochschule vakant sind – jeder habe hier die Möglichkeit, sich in seinem Wunschberuf zu erproben. „Das unterscheidet uns von vielen anderen“, so Prof. Theobald, „unsere Absolventen sind so top ausgebildet – eigentlich müssten wir sie verkaufen.“

 

 

 

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