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Kerstin Köder bei VIA Impulse

Kerstin Köder

„Go with the flow!“

Kerstin Köder, Head of Marketing EMEA bei SAP, Speakerin bei VIA Impulse im Wintersemester 2021/22

 

Die Erstsemesterstudierenden der Business School wurden zum Auftakt des Wintersemesters 2021/22 von Prodekan Professor Dr. Markus-Oliver Schwaab zu VIA Impulse in einem virtuellen Hörsaal begrüßt.  Referentin Kerstin Köder, Alumna und Beirätin der Business School, löste mit ihrem inspirierenden Vortrag viele interessierte Fragen und positive Reaktionen der Studienanfänger im Chat aus.

 

Kerstin Köder erinnerte sich noch sehr gut an ihren ersten Tag an der Hochschule Pforzheim vor gut 30 Jahren. Voller Neugier, Aufregung und Tatendrang saß sie neben ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen im Hörsaal, knüpfte erste Kontakte und erkundete den Campus.

Als Schülerin interessierte sie sich für Sprachen und Mathematik, wodurch ihre Studienfachwahl auf eine Mischung aus beidem fiel: den damaligen Diplomstudiengang International Business. Köder profitierte sehr von dem internationalen Fokus ihres Studiums, welcher die Basis für ihre späteren Tätigkeiten im globalen Umfeld bildete.

 

„Dinge, die ich vor 27 Jahren gerne schon gewusst hätte…“

Nach ihrem Abschluss im Jahr 1994 stieg Kerstin Köder als Marketing-Expertin bei Breuninger in Stuttgart ein und bekleidete in den darauffolgenden Jahren verschiedene Marketing-Positionen, unter anderem bei debitel und in der freenet Group in Hamburg und Köln, bevor sie im Februar 2020 ihre heutige Stelle als Head of Marketing Europe, Middle East und Africa bei SAP antrat. Köder erzählt, dass der Weg dahin gelegentlich steinig war und sie sich viele Erkenntnisse mühsam erarbeiten musste. Ihre Erfahrungen aus mittlerweile 27 Berufsjahren gab sie bei VIA Impulse gerne an die Erstsemester weiter.

 

Im (Berufs-)Leben Verbündete suchen, denn: „Es menschelt überall“

Köder gab gleich zu Beginn den Hinweis, dass gerade beim Berufseinstieg Gehalt und Jobtitel nicht alles seien, es stattdessen besonders auf die Menschen ankäme, mit denen man arbeite. Sie selbst hatte das Glück, in den ersten Berufsjahren eine großartige Führungskraft an ihrer Seite zu haben, von der sie fachlich und persönlich viel lernen konnte. Auch in weiteren Positionen erwiesen sich Kontakte sowie ein Netzwerk innerhalb und außerhalb des Unternehmens immer wieder als Chance und Garant für Sichtbarkeit. Nach über 20 Jahren in der Wirtschaft weiß sie: „Es menschelt überall.“ Man müsse Verbündete und Unterstützer finden, um Projekte durchzusetzen und seinen Weg zu gehen.

 

Voraussetzungen für Erfolg sind Offenheit, Ehrgeiz und Mut

Eine weitere Voraussetzung, um erfolgreich im Beruf zu bestehen, sei die Offenheit im Hinblick auf die eigene Zukunft. Laut Kerstin Köder ist ein strenger Karriereplan nicht immer zielführend. Ihr Ratschlag lautet: „Go with the flow!“ denn „durch Verbissenheit übersieht man auch Chancen.“

Die nötige Portion Ehrgeiz dürfe dennoch nicht fehlen, so Köder. Indem sich die Erstsemester für ein Studium in Pforzheim entschieden, zeigten sie bereits Ehrgeiz. Doch „wer etwas bewegen will, kann nicht das tun, was alle tun, und nicht so sein, wie jeder ist“ unterstreicht sie. Wer etwas bewegen wolle, solle eine klare Haltung einnehmen. Das gelte sowohl für das Studium als auch das Berufsleben.

Dazu zähle ihrer Auffassung nach auch, dass im Berufsleben das erste Nein grundsätzlich nicht akzeptiert werden sollte, denn „jedes Nein bringt dich dem Ja ein Stück näher.“ Kerstin Köder ergänzt: „Wer eine gute Idee hat, sollte beim ersten Nein nicht gleich aufgeben, sondern an der Idee feilen und sich Unterstützer suchen.“

Insgesamt müsse nicht alles immer „picture perfect“ sein. Es dürfe gerne experimentiert und auch mal gescheitert werden. Wichtig sei nur, den gleichen Fehler nicht zwei Mal zu machen. Mit einem Augenzwinkern fügte Köder hinzu: „Mach’s wie Pippi Langstrumpf, die hat einen Plan und kümmert sich nicht darum, was rechts und links ist, die macht einfach erstmal.“

 

Die beste Vorbereitung auf den Beruf ist der Blick über den Tellerrand
Um einen Blick über den Tellerrand zu werfen, biete die Hochschule Pforzheim Kerstin Köder zufolge optimale Voraussetzungen. Während ihrer Studienzeit vor mehr als 20 Jahren war der Praxisanteil im Studium geringer, als es im aktuellen Curriculum der Fall ist. Umso mehr schätzt sie, dass heutzutage in noch ausgeprägterem Maße Wert auf die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis gelegt wird und neben fachlichen auch intensiv persönlichen und interkulturellen Kompetenzen vermittelt werden.

Vor allem in der heute so dynamischen Arbeitswelt gelte: „Mindset vor Skillset. Mensch vor Rolle.“ Soft Skills wie Empathie, Offenheit, Moderations- und Präsentationsfähigkeiten seien laut Köder mindestens so wichtig wie Fachwissen.

 

Köder empfahl außerdem allen Studierenden, ein Auslandssemester an einer Partnerhochschule zu absolvieren. Sie selbst studierte während ihres Studiums in International Business zwei Semester an der amerikanischen Partnerhochschule University of Louisville in Kentucky. Doch auch für Studierende anderer Fachrichtungen sei es mittlerweile sehr wichtig, ein Semester im Ausland zu verbringen. Durch die Auslandserfahrung verlasse man die eigene Komfortzone, weite den Blick und erhalte neue Impulse.

 

Wer mit Fleiß und Spaß ins Studium geht, wird seinen Weg finden
Abschließend gab Kerstin Köder den Studierenden noch den Rat, sich und andere nicht zu ernst zu nehmen, denn „es gibt wichtigere Dinge im Leben als Jobs.“ Fleiß und Ehrgeiz seien wesentliche Voraussetzungen für einen anhaltenden Erfolg, aber sie betonte auch: „Habt Spaß, integriert euch und knüpft Kontakte.“ Köder weiß, wovon sie spricht, denn viele ihrer heutigen Freunde und Weggefährten lernte sie im Studium auf dem Pforzheimer Campus kennen.

 

 „VIA Impulse – Alumni berichten in der Erstsemesterbegrüßung“

Mit Robert Friedmann - Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe, Absolvent des Studiengangs Absatzwirtschaft mit Abschlussjahr 1991 und langjähriger Vorsitzender des Beirats der Business School Pforzheim - trat 2009 der erste Referent im Rahmen von VIA Impulse vor die „Newies“. Inzwischen kam eine lange Reihe erfolgreicher Absolventinnen und Absolventen hinzu, die heute bei Unternehmen wie SAP, Nokia, der Deutschen Bank oder Ernst & Young interessante Positionen bekleiden und den Studienanfängern Einblicke in ihren eigenen Studienverlauf gewährten, ihren Werdegang vorstellten und den einen oder anderen wertvollen Tipp parat hatten.

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