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Werkstattbesuch bei Heidelberg Cement

Die Studierenden der Vorlesung „Advanced Corporate Finance“ (Prof. Rupp) im Masterstudiengang MACFA konnten vor Ort bei einem der weltweit größten Baustoffunternehmen erfahren, welche Herausforderungen und Aufgaben die Finanzierung und Steuerung der Geldströme (Cashflows) in einem globalen Unternehmen mit sich bringen.

Dr. Lorenz Näger, Vorstand und CFO von HDC, ließ es sich aus alter Verbundenheit nicht nehmen, sehr anschaulich und humorvoll das Unternehmen und das Geschäft der Baustoffherstellung mit seinen Auswirkungen auf die Finanzseite zu erklären. Als Nummer 1 bei Zuschlagstoffen (Sand, Kies), Nummer 2 bei Zement und Nummer 3 bei Transportbeton gehört HDC zu den weltweit größten Baustoffunternehmen. Das Unternehmen (über 17 Mrd. EUR Umsatz, 59.000 Mitarbeiter) ist in 60 Ländern an über 3000 Standorten auf fünf Kontinenten tätig. Dabei ist das Geschäft grundsätzlich extrem lokal. Ein Zementwerk kostet ca. 300 Mio. EUR und agiert auf der Beschaffungs- und Absatzseite in einem Umkreis von ca. 50 km. Damit entstehen lokale Geldströme in ca. 40 Währungen, die über Cashpools stark zentral gemanagt werden. Auch die externe Finanzierung der hohen Investitionen geschieht zentral und die Finanzmittel werden konzernintern über Eigenkapital oder Konzerndarlehen bedarfsgerecht weitergeleitet, so dass man durchaus von einer Inhouse-Bank sprechen kann.

 

All dies erfordert eine sehr effiziente und ablaufsichere Organisation mit entsprechender IT-Unterstützung, für die bei HDC Herr Serverin Weig als Leiter Treasury verantwortlich ist. Herr Weig erläuterte in einer ausführlichen Präsentation nicht nur den Aufbau seiner Treasury-Organisation, sondern führte auch kompetent in die komplexen Zusammenhänge von Währungs- und Zinssicherungsgeschäften ein. Für die externe Finanzierung nutzt HDC den Bondmarkt, begibt Schuldscheine und nutzt für die kurzfristige Finanzierung in hohem Umfang Commercial Papers. Ein wichtiges Arbeitsgebiet ist auch die Steuerung des Working Capitals und Instrumente der Supply-Chain-Finanzierung wie ABS-Programme und Reverse Factoring.