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Veränderung als Chance begreifen

Pforzheimer Studierende führen bei Witzenmann Praxisprojekt durch

Einführung einer neuen Bildungssoftware, so lautete die Aufgabe der 35 Studierenden. Die künftigen Personalmanager entwickelten verschiedene Konzepte für die Einführung und Umsetzung einer neuen digitalen Lernplattform im Unternehmen Witzenmann. Bei einer internen Präsentation Mitte November 2016 im Unternehmen überzeugten die Studierenden der Hochschule Pforzheim die Personalverantwortlichen. „Die Theorie ist geduldig! Im Praxisprojekt liegen die Herausforderungen“ stellte Professor Dr. Fritz Gairing zufrieden fest.

Nach einer intensiven theoretischen Vorarbeit in den Themenfeldern Organisationsentwicklung und Veränderungsprozesse, schlüpften die Studierenden des 7. Semesters Personalmanagement in die Rolle von Organisationsberatern des Pforzheimer Unternehmens Witzenmann. Konzepte für die Einführung einer neuen digitalen Lernplattform waren gefragt. Über diese sollen die betrieblichen Lernprozesse künftig gesteuert werden. Ziel war, die Anwendung von digitalem Lernen in einem international agierenden Unternehmen, das verstärkt auf Digitalisierung setzt, vertrauensvoll aufzubauen.

In fünf Berater-Gruppen entwickelten die Studierenden ihre Ideen, die sie in einem Wettbewerb den Auftraggebern, der Projektleiterin Dr. Lucy Tengbeh,  dem Leiter der Personalentwicklung Bernd Kratochwille und dem Personalleiter von Witzenmann Andreas Reetz präsentierten. „Das hätte ich nicht gedacht, dass Studierende in sechs Wochen Bearbeitungszeit solch anspruchsvolle Ergebnisse erarbeiten. Mit diesen Konzepten und dem professionellen Auftreten brauchen die Studenten einen Vergleich mit „echten“ Beratern nicht zu scheuen“, ist Andreas Reetz überzeugt. Das Unternehmen hat das beste Konzept prämiert und will mit den Studierenden bei der Umsetzung der Vorschläge kooperieren.

„Die gute Zusammenarbeit im Rahmen eines solchen Projektes ermöglicht den direkten Abgleich zwischen Theorie und Praxis“, stellten Dr. Fritz Gairing und Dr. Anja Schmitz fest. Die beiden Pforzheimer Professoren leiteten das studentische Projekt und sind überzeugt, dass dieses Modell des aktiven Lernens an einem realen Projekt für Studierende und Unternehmen Vorteile bietet. „Theorien und akademische Ansätze sind die eine Seite, die ganze Vielfalt der Praxis - das Zusammenspiel von Menschen, Technik und Finanzen - kann man nur begreifen, wenn man konkret in der Praxis gefordert ist“, sind auch die Studierenden überzeugt. Bereits ab dem ersten Semester arbeiten die Studierenden mit konkreten Praxisbeispielen aus Unternehmen. „Als Hochschule für angewandte Wissenschaften ist uns der der enge Kontakt zur Praxis sehr wichtig“, so Gairing.

Sabine Laartz, Leiterin der Pressestelle der Hochschule Pforzheim

 

Bildrechte: Witzenmann