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News | 

Universitäten für mehr Nachhaltigkeit

Die Universitätsvertreter aus den G7-Ländern

Die Umweltminister der G7-Länder

G7-Umweltministertreffen in Bologna

Motto in der Stadt Bologna: ALL 4 THE GREEN

Pforzheimer Professor vertritt Hochschulen beim G7-Umweltministertreffen

Die Universitäten der führenden Industrieländer können einen wesentlichen Beitrag leisten, wenn es um die langfristige nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft geht. Nachhaltigkeit darf dabei nicht nur Gegenstand spezialisierter Studiengänge sein, sondern muss integraler Bestandteil für alle Studierenden werden. Außerdem können die Universitäten durch Forschung, das Entwickeln von praxisnahen Lösungen und den Austausch mit der Wirtschaft sowie anderen gesellschaftlichen Gruppen die nachhaltige Entwicklung entscheidend fördern. Das war das Ergebnis eines handverlesenen Experten-Workshops, der im Rahmen des G7-Umweltministertreffens in Bologna am Wochenende stattfand.

Der G7-Gipfel der führenden Industrienationen wird dieses Jahr in Italien ausgerichtet. Bologna war am Wochenende Gastgeber des Umweltministertreffens, bei dem neben der deutschen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auch der neue Amtskollege aus den USA, Scott Pruitt, dabei war. Parallel zu dem eigentlichen Ministertreffen fanden noch eine Runde mit Unternehmensvertretern und eine Runde von Universitätsvertretern aus den G-7-Ländern statt. Jedes Land durfte zwei Universitätsvertreter schicken. Für Deutschland war Mario Schmidt, Professor an der Hochschule Pforzheim und Honorarprofessor an der Universität Lüneburg, vom Bundesumweltministerium eingeladen worden. Die Ergebnisse der Workshops wurden am Montagmorgen direkt in die Ministerrunde eingespeist.

Schmidt: „Es war eine spannende Diskussion mit den Kollegen aus den anderen Ländern. Eigentlich gab es keinen Dissens über die Bedeutung der Nachhaltigkeit. Selbst das Thema Klimaschutz war unter den Universitätsvertretern nicht strittig. Die Universitäten stehen alle vor den gleichen Herausforderungen: Wie vermitteln wir Nachhaltigkeit an die junge Generation? Wie motivieren wir sie? Wie befähigen wir sie am besten, die Probleme der Zukunft zu lösen?“

Die Nachhaltigkeit hat es in der akademischen Welt nicht leicht, da sie problemorientiert ist und auf viele verschiedene Wissensbereiche zurückgreifen muss. Die Universitäten sind dagegen meistens nach Fachdisziplinen gegliedert. Das erfordert eine fächerübergreifende Zusammenarbeit, zwischen Naturwissenschaftler, Ingenieuren, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und anderen. Gerade diese interdisziplinäre Vernetzung wurde nun von der Expertengruppe gefordert. Sie darf aber nicht nur in den Hörsälen erfolgen, sondern muss auch andere Anspruchsgruppen und die Zivilgesellschaft einbeziehen. Ein geflügeltes Wort waren in der exklusiven Runde so genannte „Living Labs“: Die Universitäten erproben dabei realitätsnah Maßnahmen auf dem eigenen Campus, die den Umwelt- und Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit voranbringen.

Die Abschlusserklärung des Umweltministertreffens finden Sie hier.