News | 

Empathisch Führen

Christoph Scabell

Christoph Scabell

  „Führung beginnt damit, den Anderen zu Verstehen“.

Diese und andere Aussagen des Praxis-Gastes Christoph Scabell, führten zu vertieften Diskussionen unter den Erstsemestern des Masters HRM WS 20/21 bezüglich der Frage, was gute Führung ist, was sie leisten kann und wie sie gestalten werden muss.

Scabell kennt die Aufgabe in Führungsverantwortung – als Angestellter in einem Internationalen Großkonzern sowie als Inhaber im Mittelstand. Knapp dreißig Jahre Tätigkeit als Manager bei einem Chemiekonzern führten ihn zuletzt in die Rolle eines Landesleiters mit Gesamtverantwortung für das Chilenische Geschäft. „Führung bedeutet nicht, den Anderen anzuweisen, sondern, ihn weiterentwickeln zu wollen – über Alters- und Kulturgrenzen hinweg“.

Wie verschieden Führung zwischen den Welten von Konzern und Familienunternehmen ist, erfuhr er selber mit der Übernahme eines mittelständischen Unternehmens der Sondermaschinenbranche im Württembergischen. „Führung in einem Familienunternehmen bedeutet somit vor allem: Vertrauen schenken, und Vertrauen haben. Entscheidend für gelingende Führung erscheint mir dabei vor allem Authentizität und die Akzeptanz von Unterschiedlichkeit – mit allen Stärken, aber auch Schwächen. Im Mittelstand brauchen wir den ganzen Menschen, mit seinen Ideen, seinem Herzblut – aber auch Sorgen. Diese zu lösen, ist dann auch Mit-Aufgabe einer starken Führungskraft.

Der Praxis-Beitrag von Christoph Scabell war der Auftakt für die Vorlesung „Leadership – Models and Application“ des neuen Absolventen-Jahrganges WS20/21 im M.Sc. Human Resources Management unter Leitung von Prof. Dr. Kai Alexander Saldsieder.