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Elke Manjet bei VIA IMPULSE: „Bring everything you are – become everything you want“

Dass „VIA Impulse“ keine Ein-Weg-Kommunikation sein soll, machte Prodekan Professor Dr. Markus-Oliver Schwaab gleich zu Beginn der Veranstaltung deutlich: „Sie sind nachher gefordert!“ appellierte er an die Erstsemester, die zum Start des Sommersemesters 2019 die Chance hatten, Fragen an eine erfolgreiche Alumna zu stellen. Als Gast konnte Schwaab mit Elke Manjet eine Absolventin des Studiengangs Personalmanagement begrüßen, die im Jahr 2000 ihren Abschluss in Pforzheim gemacht hatte und heute HR Business Partner bei der SAP AG ist.

 „Auch in Pforzheim verändert sich Einiges“, stellte Elke Manjet mit einem Augenzwinkern fest und gab den Studienanfängern durch einen Video-Clip einen Eindruck, wie die SAP AG ihr Unternehmensmotto „Make the world run better and change people’s life“ in die Realität umsetzt, indem sie versucht, das Leben von jungen Menschen in Afrika durch Bildungschancen zum Positiven zu verändern. Manjet ist „stolz darauf, bei einem sozial engagierten Unternehmen tätig zu sein“ und findet es wichtig, dass Menschen nicht „abgehängt“ werden, sondern ein Verständnis dafür entwickeln, was Algorithmen mittels Daten erzeugen können. Damit war Manjet auch direkt bei der Bedeutung des Kürzels SAP: Systeme – Anwendungen – Produkte. Mit gegründet vom inzwischen 75-jährigen Hasso Plattner, der nach wie vor im Aufsichtsrat des Konzerns sitzt, verfolge SAP die Grundhaltung, seinen Mitarbeitern vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten - wie etwa eine dreimonatige Teilnahme am Bildungsprojekt in Afrika -, die Initiative müsse jedoch von Mitarbeiterseite ausgehen. Dass SAP eine global agierende Firma sei, macht Elke Manjet „wahnsinnig Spaß“: Mit Kollegen in China, Indien oder dem kalifornischen Palo Alto lerne man viel über unterschiedliche Kulturen, Sichtweisen und Herangehensweisen und gelange zu der Erkenntnis, dass man nur gemeinsam etwas gestalten könne. „Die Globalisierung ist unaufhaltsam“, so Manjets Einschätzung, „Auch hidden champions müssen sich auf andere Märkte einstellen“. Durch Trainings in interkulturellen Teams lerne man bei SAP, Verständnis füreinander zu entwickeln und sich der gemeinsamen Ziele bewusst zu werden. „Langfristig lohnt sich die Investition von Unternehmen in Teamentwicklungsmaßnahmen“, stellt Elke Manjet fest.

Der Unternehmensslogan „Bring everything you are – become everything you want“ solle ausdrücken, dass bei SAP jeder mit seiner Geschichte und Persönlichkeit, seinen Erfahrungen und dem bisher Gelernten akzeptiert werde. „Es liegt an einem selbst, den weiteren Weg zu gestalten“, erläutert Manjet die Entwicklungsmöglichkeiten bei ihrem Arbeitgeber – zwar gebe es dort definierte Karrierepfade, die aber nicht stringent befolgt würden. Unterschiedliche Kundenanforderungen, die nicht durch lineare Lösungen erfüllt werden könnten, machten eine Diversität an Mitarbeitern unabdingbar – daher sei die Persönlichkeit, wie offen und flexibel in der „Denke“ jemand sei, bei der Rekrutierung das entscheidende Kriterium. Insbesondere in der schnelllebigen Technologiebranche sei die permanente Weiterentwicklung, die Bereitschaft umzulernen und neu zu lernen, die Hauptanforderung an die Mitarbeiter, macht Elke Manjet den Studienanfängern deutlich: „Wissen hat eine kurze Verfallsdauer“. Zwar stelle das Studium eine gute Grundlage dar, dies bedeute aber nicht, sich später zurücklehnen zu können – vielmehr sei es entscheidend, als „Life long learner“ durch Trainings „dranzubleiben“ und angesichts rascher Veränderungen im Unternehmensumfeld nicht den Anschluss zu verlieren.

Rückblickend auf ihren persönlichen Lebensweg empfindet Elke Manjet, die in Rumänien geboren wurde und dort bis zu ihrem 16. Lebensjahr aufwuchs, zunächst ihre Ausbildung als Bürokauffrau „sehr spannend“, weil diese ihr deutlich machte, wie eine Firma „von innen“ funktioniere. Nach dem Erlangen der Fachhochschulreife nahm Manjet ihr Studium des Personalmanagements in Pforzheim auf, dessen starker Praxisbezug ihr ungemein hilfreiche Einblicke gewährte, welche Prozesse in einem Unternehmen abliefen. Ihre ersten Praxiserfahrungen im Rahmen von Praxissemester, Werkstudententätigkeit und Diplomarbeit sammelte Elke Manjet in unterschiedlichen Branchen, wie beispielsweise bei der Daimler AG und bei Bosch Siemens Hausgeräte. Im Anschluss an ihren beruflichen Einstieg bei Microsoft kam sie zu einem Spinoff der SAP AG und ist mittlerweile seit 17 Jahren im Konzern tätig. Die breite Grundlage ihres BWL-Studiums sei ihr dabei insbesondere in den letzten Jahren von Nutzen, weil ihr berufliches Profil sich im Lauf der Zeit ebenfalls erweitert habe und die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen eine große Rolle spiele. Manjet ermutigte die „Newies“, angestammte Pfade zu verlassen und gelegentlich ein gewisses Risiko einzugehen: „Go where the heat is – bearbeiten Sie Themen, die im Fokus stehen!“. Außerdem gab sie ihnen den Rat, sich ein Netzwerk aufzubauen – vieles laufe in der Karriere informell, abseits starrer Entscheidungswege ab, und es sei wichtig, gesehen zu werden und nicht nur Aufgaben abzuarbeiten. Und letzten Endes solle man sich Werte wie Respekt und Offenheit im Geschäftsleben bewahren und „nicht vergessen, wo man herkommt“.
 
Im Anschluss an Elke Manjets Ausführungen moderierte Prodekan Schwaab die Fragen der Erstsemester, die sich u.a. um Rekrutierungsinstrumente und Anreizsysteme bei der SAP AG sowie die Anforderungen im Hinblick auf Mobilität bzw. Auslandseinsätze und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben drehten. Als abschließende Botschaft gab Elke Manjet den Studienanfängern mit auf den Weg, sie sollten „mutig sein, sich viel zutrauen, da hin gehen, wo es nicht unbedingt komfortabel ist!“.